Sickline WM 2013: Interview mit Adriene Levknecht, USA

Autor: Martina
01.12.2013
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- der schönen neuen Tradition folgend hier das nächste Sonntagabend-Interview. Diesmal spricht mit soulboater-Reporterin Martina die 6. der Sickline WM, Adriene Levknecht, USA.

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Es haben ja nur 12 Frauen aus der ganzen Welt an der Sickline WM teilgenommen, woran könnte das Deiner Meinung nach liegen ?

Für mich als Amerikanerin ist es sehr schön zu sehen, dass immerhin 12 Frauen an der Sickline WM teilgenommen haben. In den Staaten sind es normalerweise nur 5 oder 6 Frauen bei solchen Rennen. Aufgrund der örtlichen Lage der Sickline WM sollte es leicht sein, noch mehr Frauen zu bewegen, daran teilzunehmen, aber für Amerikaner z.B. ist es eben recht weit. Außerdem glaube ich, dass viele Frauen gar nicht so gerne überhaupt an Extremrennen teilnehmen, sie wollen lieber einfach so paddeln gehen.

Du bist letztendlich 6. geworden beim Rennen. Bist Du enttäuscht oder geht das in Ordnung?

Ich war wirklich sehr enttäuscht darüber, dass ich bei der langen Anreise schließlich nur noch quasi Flachwasser fahren durfte, weil ich es nicht unter die ersten fünf schaffte. Ich wurde leider von einigen sehr schnellen Mädels geschlagen und ich denke immer noch, dass ich die meisten von ihnen in einem richtigen Wildwasser 5-Rennen geschlagen hätte, statt auf der von den Organisatoren ausgewählten Qualifikationsstrecke.

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Was hältst Du von der Wellerbrücke – auch als Rennstrecke?

Die Wellerbrücke ist ein sehr cooler rapid. Steil, anhaltend schwierig mit vielen großen Löchern. Ich habe es sehr genossen, sie zu paddeln. Ich bin hergekommen, um gegen die europäischen Slalom-Mädels zu fahren. In den USA bin ich immer schnell unterwegs, aber in Europa ist das schon etwas anderes. Außerdem wollte ich den Veranstaltern zeigen, dass Frauen solche rapids superschnell paddeln können. Bei der Sickline gibt es einige Aspekte, die ich wirklich mal und andere, mit denen ich nicht so gut klarkomme. Auf der einen Seite ist es von der Organisation her sehr gut organisiert und auf der anderen Seite aber auch etwas chaotisch. Es ist zum Beispiel schon schwierig, sich halbwegs ordentlich warm zu machen vor einem Rennen, wenn Du nicht weißt, wann Du genau starten darfst....

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Wann hast Du mit dem Paddeln angefangen?

Ich habe mit dem Wildwasserpaddeln vor ungefähr 12 Jahren angefangen. Ich liebe jeden Moment, den ich im Kajak verbringe.

Welche Art des Paddelns magst Du am liebsten ? Freestyle, Wildwasser, sonstiges?

Ich bin nicht sehr pingelig, was das den Ort oder die Art angeht...;o))

Wo gehst Du normalerweise paddeln, wo ist Dein « home-spot »?

Mein home spot ist der Green River in North Carolina, USA. Ich verbringe über 200 Tage im Jahr auf diesem Bach.

Was bist Du von Beruf ?

Ich bin ärztliche Assistentin (paramedic) bei einer Ambulanz in der Stadt, in der ich wohne (Saluda, North Carolina, USA).

Welche Hobbies hast Du ?

Ich fahre sehr gerne Mountainbike und arbeite aber auch sehr viel.

Eine kleine persönliche Frage : Welche Paddelschuhe benutzt Du beim Wildwasserpaddeln ?

Ich nehme die Teva gnarkosi für's Creeken.

Hast Du ein persönliches Motto beim Paddeln ?

Yep : « Just keep smiling » ist mein Motto.:o))

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Wirst Du nächstes Jahr wieder nach Ötz kommen, um die Scharte von diesem Jahr auszuwetzen?

Ja, ich werde sicher wiederkommen und dann viel besser vorbereitet sein auf die Qualifikationsstrecke.

Vielen Dank für das Interview, Adriene!

Danke gleichfalls, ich hoffe, wir sehen uns nächstes Jahr wieder !

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Bericht und Fotos : Martina & Hannes

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