Kajakfilmfestival on tour - in Unna am 05.03.11

Autor: Martina
11.03.2011
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- am 05. März hielt die Kajakfilmfestivaltruppe in Unna, um dort unter der Schirmherrschaft des Kanuverbandes NRW die neuesten Kajakfilme von Profis und Amateuren zu präsentieren. Soulboater-Reporterin Martina war vor Ort, um sich das anzusehen:

Es war wie immer: Olaf Obsommer präsentierte in bester Laune Kajakfilme.

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Diesmal aber nicht nur seine eigenen, sondern eine Zusammenstellung aus Filmen, teilweise aus Amateurhand, teilweise von Profis gefilmt und geschnitten.

Frank Schröer hatte dazu die Aula der Harkortschule organisiert. Leider stimmte die Zieladresse nicht so ganz, will heißen, alle, die sich per Navi oder Routenplaner den Weg hatten weisen lassen, landeten an einem netten weißen Haus, dessen Bewohner wahrscheinlich noch nie so viel Besuch auf einmal vor der Tür gesehen haben. Zum Glück liefen viele Einheimische in der Gegend herum, die den Suchenden weiterhelfen konnten.

Als es dann glücklich um 19:00 Uhr losging, konnte sich das Publikum erst mal freilachen:

Der erste Beitrag nannte sich „Hochzeitsreise“ und man wurde wieder mal daran erinnert, wie fahrlässig es für einen Paddelanfänger sein kann, sich jemandem anzuvertrauen, der einen in einem Topo-Duo mitnehmen will und – wahrscheinlich – vorher behauptet hat, eine nette kleine Paddeltour machen zu wollen und dabei einen netten kleinen Film zu drehen.

Daß sich dann eher mal das Boot dreht und die Wellen ein bisschen höher sein würden als erwartet, wurde der bedauernswerten Mitfahrerin wohl verschwiegen, die dann ungefähr 100 Mal in 5 Minuten „oh my god“ rief und trotz Paddelverlustes und Geschrei noch in der Lage war, auf die „Monsterwellen“ zu deuten, auf die man gerade zufuhr – bewundernswert.
Der Film war wirklich ein super Auflockerer und bekam auch den meisten Applaus.

Wer den Film noch einmal geniessen möchte, kann ihn sich hier anschauen.

Es folgten Filme von Stephane Pion, ein Jahresüberblick über seine Paddeltouren, sowie „Aufgemischt“, eine Zusammenstellung von Amateurfilmen, die einem vor Augen führten, was so alles beim Paddeln auch mal schief gehen kann. Teilweise ganz schön "auweia"..

Der Film „Frontier“ von Rush Sturges war auch ein Höhepunkt des Abends. Die Tour unter anderem nach Island, bei der sich die Jungs mit ihrem Geländewagen auf Privatgrund auf einem Vulkan festfahren und in einer über zehnstündigen Aktion von zwei Geländewagen abschleppen lassen müssen – direkt zur Polizei, um da 2.500,- Dollar loszuwerden wegen Betretens von Privateigentum -  das war schon wirklich mal neu und was anderes. Daneben gab es natürlich auch super Bilder vom Paddeln auf Island und in Norwegen, untermalt von klasse Musik.

Es folgten u.a. Filme über das Paddeln in Ecuador und den Stikine (von Benjamin Hjort) sowie der Film „Wild Water“ über den Colorado von Anson Fogel, der als Profi mit der entsprechenden Ausrüstung natürlich mit toller Aufnahmequalität trumpfen konnte: Geniale Zeitlupenaufnahmen, wie man sie selten sieht.

Was das Wohlgefühl beim Event bei mir etwas getrübt hat, waren die von den Teilnehmern gesprochenen Kommentare bei genau diesem Film.

Sätze wie:“Weil es gefährlich ist, ist es real“ oder „Nur das Wasser und Du“ erinnerten mich doch stark an die Einfach-Moral uralter Cowboyfilme und am dollsten fand ich den Schlussspruch, den ich auch gerne auf englisch zitiere:“Paddling is love – and love is awesome“ – Woodstock lebt wohl immer noch…

Insgesamt war es aber wieder ein super Event. Olaf ist einfach ein Garant dafür, daß man ein paar nette Stunden mit Gleichgesinnten dem Thema widmet, das einen als Paddler halt am meisten interessiert: Dem Paddeln!

Bericht und Fotos: Martina

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