Kanubox: Den Betrügern auf der Spur

Autor: Kevin Heusinger
26.11.2013
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Wer in der letzten Zeit in der Kanubox oder auch auf anderen Marktplätzen im Internet sein Boot verkaufen will, hat gute Chancen mit Kovac Bekanntschaft zu machen. Oft aber heißt er auch anders. Dahinter stecken Betrüger, die auf vielen Onlinebörsen im Netz unterwegs sind.

Wir haben das bereits eine Weile beobachtet und technische Wege gefunden, diese Praktiken zu unterbinden oder wenigstens deutlich zu erschweren. Bis diese technischen Erweiterungen umgesetzt sind, braucht es noch Zeit. Die einzige kurzfristige Möglichkeit ist Aufklärung.

Deshalb dieser Gastbeitrag auf Soulboater.com.


Die Masche ist einfach: Kovac - ich nehme ihn mal als Vertreter aller anderen Betrüger - gibt sich als Käufer eines Bootes aus und sendet einen Scheck mit einer viel zu hohen Summe. Wenn dem Verkäufer das auffällt, er sich meldet bedauert Kovac den vermeintlich Irrtum und bittet den Verkäufer darum, ihm den Differenzbetrag zurückzuüberweisen.

Wenn der Verkäufer allerdings versucht den Scheck einzulösen, ist dieser nicht gedeckt - natürlich. Angeblich soll es in England auch die Möglichkeit geben, zumindest Europaweit Überweisungen noch im Nachhinein zu stornieren. Das würde bedeuten, dass also auch Überweisungen von englischen Bankkonten für diese Art des Betrugs genutzt werden könnten. Das konnten meine Recherchen allerdings nicht bestätigen.

Bis auf Weiteres gilt also die Faustregel: Keine Zahlungen via Scheck akzeptieren! Bestehen Sie darauf, dass der Käufer Ihnen das Geld überweist oder an Ihr Paypalkonto schickt. Mit Paypal Geld schicken geht nämlich extrem einfach weltweit per Mail. Wenn der Käufer das nicht macht, handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Betrugsversuch.

Die Polizei, die diese Masche “Überzahlung” nennt, kann nicht viel machen, da die Täter aus dem Ausland kommen und über das Internet vorgehen. Dennoch hat die Münchener Polizei die Hotline 089/2910-10 zur Beratung eingerichtet.

Die beste Methode, nicht Opfer so eines Betruges zu werden, ist auch laut der Behörde: "Schecks aus dem Ausland nur von langjährigen Geschäftspartnern akzeptieren."

In einer neuen Version unseres Gebrauchtmarktes bauen wir einige Funktionen ein, die dem Betrüger das Leben so schwer wie möglich macht. Zum Beispiel, dass der Verkäufer bestimmen kann, welche Zahlungsmethoden erlaubt sind und vor allem die Möglichkeit, via
Paypal zu zahlen.

Des Weiteren wird es leider nicht mehr möglich sein, dass Nichtmitglieder auf Annoncen reagieren können. Auch wird es die Möglichkeit geben, durch mehr Details zur eigenen Person, wie Benutzerfoto und Standort, die eigene Vertrauenswürdigkeit zu erhöhen.

Natürlich werden wir im Zuge dessen die Benutzerfreundlichkeit und das Design ins Jahr 2014 holen und versprechen gleichzeitig, den Flohmarktcharme beizubehalten. Ich denke mit der Kanuverleihplattform rencoe.com ist uns das bereits gelungen.

Wir haben uns absichtlich die letzten 7 Jahre gewehrt, dass Neuwaren in der Kanubox angeboten werden. Wenngleich ich Händler verstehen kann, die von der Reichweite des Marktplatzes profitieren wollen, möchten wir einfach nicht, dass das Gebrauchtangebot in massenhaft Neuware untergeht.

Also haben wir uns überlegt, Neuwaren ergänzend aufzunehmen, also wenn ein Benutzer einen gebrauchten Artikel betrachtet, werden ihm gleich ähnliche Produkte aus dem Neuwarensortiment angeboten. Wenn jemand nach einem bestimmten Produkt sucht, werden ihm zuerst passende Gebrauchtwaren angeboten und darunter passende Artikel von Händlern.

Bis die neue Kanubox soweit ist, können Händler ihre Produkte bereits jetzt in dem separaten Kanushop Kanubox Corner anbieten. Gerade wenn sie Restposten oder sonstige Angebote haben, sind diese In der Kanubox immer gerne gesehen.

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