Kanumesse, SUP-Expo und PADDLEexpo

Autor: Jan-Peter
18.09.2020
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Kanumesse, SUP-Expo und PADDLEexpo,

das waren lange vor dem Paddelfestival xxl die "Babies von Horst "hf" Fürsattel, dem umtriebigsten Kanumanager Deutschlands, Europas, nein eigentlich der ganzen Welt.

Von ihm gingen Innovationen und Trends aus, die das Image des Wildwasserpaddelns massiv gefördert haben.

Von 2003 bis 2019 weitete sich seine Kanumesse und später Paddleexpo auf imposante Weise mit grossen Wachstumszahlen aus und Soulboater.com durfte von Anfang an dabei sein.
 

Im Jahr 2003 war die Kanubranche heimatlos, die Hersteller hatten keine gemeinsame Plattform um im Herbst Neuheiten zu präsentieren und ihre Kunden zu treffen. Für die Firmen aus Rosenheim und Umgebung war die Sache einfach, sie hielten zeitgleich Hausmessen ab. Andere Lieferanten schlossen sich an und luden ihre Kunden zu Verkaufsgesprächen in den Saal eines nahegelegenen Wirtshauses ein.
 

Diese Lösung fand großen Zuspruch, ein Jahr darauf traf man sich schon in der örtlichen Turnhalle. Mit zusätzlichen Ausstellern kamen auch mehr Besucher dazu, die "Kanumesse" wurde zum internationalen Treffpunkt. In 2005 erfolgte der Umzug in die Nürnberger Frankenhalle, damit waren die Kanu-, Kajak- und Zubehör-Aussteller zusammen unter einem Dach.
 

Das erste SUP-Board wurde 2008 präsentiert und anfangs kaum beachtet. Doch das änderte sich schnell: Im Folgejahr stellten schon mehrere SUP-Firmen aus, parallel zur "Kanumesse" entstand die "SUP-Expo" für die damals neue Trendsportart.

Die SUP-Szene fühlte sich verstanden und vergrößerte ihren Anteil an der Messe jedes Jahr. Noch im Jahr 2011 wurden Kanumesse und SUP-Expo unter dem gemeinsamen Titel "PADDLEexpo" zusammengeführt.

Damit war die PADDLEexpo die wichtigste Paddelsport-Fachmesse weltweit, nirgendwo sonst auf diesem Planeten stellten so viele Kanu-, Kajak- und Board-Hersteller aus wie in Nürnberg.
 

Die PADDLEexpo war nicht das sterile Produkt einer Messegesellschaft, sie ist aus der Branche entstanden und wurde konsequent nach den Anforderungen ihrer Teilnehmer optimiert.

Von Anfang an war sie eine Fachmesse, mit freiem Eintritt für die Kunden der Aussteller. Auch der Händlerabend war Tradition, dort traf man sich zu Buffet, Gespräch und Rahmenprogramm.
 

Die Veranstaltung sollte sich zwar rechnen, musste aber keine großen Gewinne erzielen oder Investoren befriedigen. Die Messe war jedes Jahr ausgebucht und hat niemals rote Zahlen geschrieben. Sie hatte kaum laufende Kosten, deshalb war auch die Absage 2020 infolge der Covid-19 Situation kein Problem. Diese Zwangspause bot aber nach 17 Jahren die perfekte Gelegenheit für einen Abschluss der PADDLEexpo-Serie und lässt der Branche ausreichend Zeit zur Gestaltung ihrer Zukunft.

Impressionen der Kanumesse 2011 zeigt dieses Video und auf Soulboater finden sich unter den Stichworten Kanumesse und Paddleexpo viele Berichte der Messen der vergangenen Jahre vom kleinen Beginn bis zuletzt.

Danke Horst für dein riesiges Engagement für die Kanuszene weltweit!

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