Teilnehmerrekord, wilde Party und paddelnder Protest

Autor: Simon Reitsamer
11.11.2019
0 / 0

Die Tage werden kürzer, das Wetter zum Paddeln ungemütlicher.

Wir finden, eine passende Zeit, auf die schönen Kajak-Events in der warmen Jahreszeit zurück zu blicken.

Eines davon war das Lofer-Rodeo in diesem September:

Nachtpaddeln, Boatercross, Bootshaus-Party, Protestfahrt - das waren die vier Zutaten für ein gelungenes Lofer-Rodeo-Wochenende,  das vom 13. bis 15. September 2019 unter strahlend blauem Himmel mit perfektem Wasserstand im Salzburger Saalachtal stattfand.

Eröffnet wurde das Lofer Rodeo 2019, organisiert von den Whitewater Slaves Lofer e.V, mit dem alljährlichen Nachtpaddeln samt gemütlicher Riverbar entlang der Slalomstrecke.

Begleitet von coolem Sound startete dieses Jahr zur späteren Stunde auch eine Lasershow, die den Vibe und die Erwartungen vieler Zuschauer und Paddler übertraf.

Lofer Rodeo 2019: So stark besucht wie nie zuvor

Ebenfalls über allen Erwartungen lag der Ansturm auf die Startplätze: Die 180 Startnummern waren Freitagabend kurz vor Mitternacht ausverkauft!

Mit dabei waren diesmal Paddler aus Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz, Tschechien, Großbritannien, Slowakei, den Niederlanden und sogar aus Neuseeland.

Am Samstag um 10:00 Uhr starteten die Zeitläufe um die begehrten Head-to-Head-Slots des Boatercross.

Die schnellsten 64 Männer und die Top-16 unter den Frauen waren am Nachmittag beim Boatercross im Kampf um die Lofer-Rodeo-Trophy dabei.

 

Unter unglaublichen Szenen, konnte sich Matthias Weger aus Österreich verdient den Sieg bei den Männern holen.

Bei den Damen war die Zahl von 32 gemeldeten Starterinnen schon vor Beginn des Rennens fantastisch.

Spektakulär war dann auch die spannende Show, welche die Ladies mit gnadenlosen Battles, knappen Entscheidungen und spektakulären Einlagen boten.

Am Ende verteidigte die 26-jährige Paulina Kodadova Zasterova aus Tschechien erfolgreich ihren Vorjahressieg. Bei den Stechpaddlern (C1 und OC1) gewann Eduard Doskocil aus Tschechien.

Das Lofer Rodeo stellte in diesem Jahr gleichzeitig das Finale des Österreichischen Boatercross Cup dar. Hier holte sich Marcel Bloder vor Gernot Wenzel den Gesamtsieg.

Die Sieger der Herzen waren zweifellos die vier Oldschool-Jungs vom Prijon Pro Team, die vor den finalen Heats unter großem Jubel der Zuschauer gestartet sind.

In ihrem spektakulären Rennen zollten sie den vergangenen Zeiten nicht nur mit stylischen Outfits und Originalequipment sondern auch mit vollem Körpereinsatz Tribut.

Lange Partynacht ohne Engpass

1.000 Liter Bier war nach dem letztjährigen Bier-Engpass die Ansage der Whitewater Slaves e.V.  für die Bootshausparty im Schafferstadl - und trotz des enormen Ansturmes konnten die Partygäste diesmal den Fässern auch bis in die frühen Morgenstunden hinein nicht Herr werden.

Nach der Preisverteilung wurde die Tombola und die traditionelle Verlosung um ein Kajak gestartet.

Der Fight um einen nagelneuen “Black Jack” von Spade wurde unter drei ausgelosten Teilnehmern in einem Basketball Match entschieden.

Im Anschluss sorgte DJ Maqua für den Soundtrack einer langen Nacht und zahlloser verschwommener Partyerinnerungen.

Wasser ist Leben - Rettet die Saalach

Sonntagmittag kehrte abschließend wieder etwas Ernst auf der Saalach ein.

Organisiert vom AKC fand am 15. September 2019 in Unken die zweite Protestfahrt gegen den geplanten Bau eines Ausleitungskraftwerkes auf der Saalach statt.

Rund 300 Paddler, Rafter und SUP-Paddler fanden sich dabei zusammen und befuhren unter lautem Gepfeife und großem Medieninteresse gemeinsam einen Teil der bedrohten Strecke.

Diesen Termin bitte schon mal vormerken für Paddeln und Party:

Am 18. und 19. September 2020 geht das Lofer Rodeo in die nächste Runde!

Fotos: Florian Hartmann und Marco Kruis

Voriger Artikel

Ein Drittel der Leinewelle ist bereits finanziert

Nächster Artikel

Ötztal Paddelcamp 2019