Playspot an der Fulda geplant

Autor: Jan-Peter
03.11.2019
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Der Standort Finkenherd an der Fulda war schon vor gut 30 Jahren ein angesagter Playspot und mehrfacher Austragungsort der "Kasseler Squirttreffen". 

Jetzt gibt es den Versuch, dort eine Surfwelle zu bauen, die sowohl für Surfer als auch Spielbootfahrer einen neuen Treffpunkt in einer ansonsten eher wildwassermässig tristen Region darstellen könnte.

Die FulleWelle bringt das Surfen in die Mitte Deutschlands.

Der vor 2 Jahren gegründete Verein „FulleWelle – 1. Wellenreitverein Kassel e.V.“ plant neben vielen Vereinsaktivitäten auf dem Wasser eine surfbare stehende Flusswelle für Wellenreiter und Kanuten für Kassel.

„Nach einigen Anläufen und vielen konstruktiven Gesprächen mit der Stadt Kassel und den zuständigen Behörden kristallisierte sich der sehr zentrale Standort im Seitenarm des Wehres am Finkenherd als optimaler Spot für das Errichten dieser einzigartigen Sportstätte heraus“, berichtet Anne Walther, 2. Vorstandsvorsitzende Fulle Welle e.V.

„Hier sind die Voraussetzungen ideal, um mit möglichst wenig Aufwand eine perfekte Welle erzeugen zu können.“

Auf der technischen Seite wird der Verein von der Universität Kassel unterstützt. Nachdem die grundsätzliche Machbarkeit geklärt wurde, wird nun eine Masterarbeit genauere Daten zur Umsetzung dieses Projektes liefern.

Deutschlandweit arbeiten zurzeit über 20 Initiativen an Flusswellenprojekten.

Kassel mit seiner zentralen Lage ist der perfekte Standort, um für eine breite Masse erreichbar zu sein.

Laut Statista 2019 gibt es in Deutschland ungefähr 2,66 Mio. Menschen, die dem Surfen nachgehen und dafür teils sehr lange Reisen auf sich nehmen, da es in der Stadt keine Trainingsmöglichkeiten oder Surfspots gibt.

Marius Klauenberg, 1. Vorstandsvorsitzender Fulle Welle e.V. beschreibt die Motivation für das Projekt:

„Nicht nur die Menschen, die Geld für regelmäßige Surfurlaube haben, sollen die Möglichkeit haben, diesen mittlerweile olympischen Breitensport ausführen zu können. Die Flusswelle in Kassel soll Begegnungsort für jede*n Surfbegeisterte*n werden, wie beispielsweise am Eisbach in München, wo Menschen in urbaner Umgebung aus jeder Gehalts- und Altersklasse täglich miteinander surfen. Wenn man auf dem Brett steht, ist alles egal – wie man aussieht, wo man herkommt. Jeder hilft jedem, jeder gibt jedem Tipps.“

Dass die Welle für die aktiven Surfer eine Bereicherung ist, steht außer Frage.

Doch wie man auch am Eisbach sehen kann, ist eine innerstädtische Surf-Welle ein Publikumsmagnet für Zuschauer und Touristen, womit die Fulda aus einem ganz neuen Blickwinkel erlebbar gemacht werden kann.

Das Surfen verbindet Sport, Kultur und Kunst wie fast keine andere Sportart und passt so perfekt zur Regiopole Nordhessens.

Zur Bedeutung einer Flusswelle in Kassel erläutert Stadtbaurat Christof Nolda:

„Für die Vielfalt der Nutzungen an der Fulda und die Attraktivität der Stadt an dieser Stelle wird eine surfbare Flusswelle eine Bereicherung sein. Der favorisierte Standort am Finkenherd bietet, eingebettet in das Fuldakonzept und Entwicklungen im Rahmen der Städtebauförderung, beste Ausgangsbedingungen für eine solche Sport- und Kultureinrichtung. Wir unterstützen gern den nun folgenden komplexen Planungsprozess, in dem auch umwelt- und naturschutz- sowie wasserrechtliche Belange Berücksichtigung finden werden.“

„Nach Abschluss der Prüfung der technischen und organisatorischen Einzelheiten werden wir auf alle Beteiligten zugehen. Da wir bisher von überall nur konstruktive Unterstützung erfahren haben, hoffen wir, dass auch die weiteren Gespräche so positiv verlaufen“, so Anne Walther.

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