Neuer Kajak-Prototyp in der Ötztal-WG 2001 gesichtet

Autor: Jan-Peter
30.11.2001
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Erlkönig gesichtet - Ötztal-WG lüftet das strenge Geheimnis um Projekt Rodeokajak 2003 :-)

Die Rodeokajaks der neuesten Generation 2001 haben gegenüber ihren Vorgängern vom letzten Jahr und letzten Jahrtausend herausragende Merkmale: Die magische Zweimetergrenze der Länge wurde deutlich nach unten durchbrochen. Die Boote haben doppelte Spitzen mit Fußstummeln und viel Volumen im Sitzbereich. Die aktuellen Moves der Saison sind Helix, Tricky Woo und Walzenloopings.

Wie geht die Entwicklung weiter, was erwartet uns als nächstes?

Rein zufällig ist die Ötztal-WG dem Erlkönig oder anders ausgedrückt der Projektstudie einer süddeutschen Kajakschmiede auf die Spur gekommen. Er befand sich zufällig mit anderen Rodeobooten auf einem Firmenwagen dieser Bootswerft und die Testcrew, unter ihnen illustre Rodeocracks, befand sich zur Brotzeit in einem bekannten Cafe in Oetz. Flugs wurde der Prototyp von uns abgeladen und fachmännisch begutachtet. In einem der wenigen unbeobachteten Momente konnten sogar ein paar Fotos der Designstudie geschossen werden. Ob es sich um die entgültige Version der neuen revolutionären Bootsklasse handeln wird, ist noch ungewiss, da wir uns schnellstens zurückzogen, als das Werksfahrerteam sich dem getarnten Firmen-Van näherte.


Fakt ist, der Trend geht weiter zu noch kürzeren und noch kantigeren Formen.

Ab dem Jahr 2003 werden Paddler, die größer als 1,40 Meter sind, schon aufgrund ihrer Körperlänge vom professionellen Rodeowettkampf ausgegrenzt werden. Die Zukunft gehört den kleinwüchsigen Muskelpaketen mit großem Lungenvolumen für ausdauernde Rotationen um alle Bootsachsen in Miniwalzen. Die von uns entdeckte Studie war in dieser Hinsicht noch wesentlich radikaler konstruiert, wahrscheinlich handelt es sich dabei um die Testversion extra für zwergenhafte Playboater. Doch die Richtung des Shapes und der zu erwartenden Eigenschaften steht unverkennbar fest und läßt deutlich die kommenden Trends für die Rodeo-WM 2003 im österreichischen Graz erkennen.


Der getarnte Wagen der süddeutschen Kajakschmiede...

Während die Boote aufgrund ihres Designs immer schnellere Moves zulassen, wird auf der anderen Seite wieder deutlich mehr Wert auf die passive Sicherheit gelegt: Sind die Bootsgriffe der Kajaks des Jahres 2001 bei einigen Herstellern noch amateurhaft auf das Deck geschraubte Bänder von abgeschnittenen Spanngurten, hat sich dieses Sicherheitsdetail bei unserem Erlkönig grundlegend geändert: ein großer in die Bootsschale integrierter Griff bedeutet hervorragende Zugriffsmöglichkeiten der Supportmannschaft, um den schon außerhalb seines Zeitlimits rotierenden Piloten in seiner Wettkampfmaschine aus der Walze zu befreien. Für den Selfrescue auf freiem Wildwasser steht ein großer "Screw-Water-Sucker" (früher auch als Wasserablaßschraube bekannt) zur Verfügung, um das Boot kontrolliert zu fluten und so den Exitmove über den Flußgrund zu ermöglichen.


Handlich und viel Kante zeichnen den Prototypen für 2003 aus

Große Seitenflächen erlauben den großzügigen Einsatz von Werbebannern und Aufklebern der Sponsoren, bei unserem Erlkönig war selbstverständlich das wahrscheinlich aus Wettbewerbsgründen und Verschleierungstaktik etwas veränderte Logo der die Bootsstudie entwickelnden Kajakschmiede zu sehen. Wenn es sich dabei um kein raffiniertes Täuschungsmanöver handelt, sind wir positiv überrascht, daß sich ein führender europäischer Hersteller auf das wacklige Terrain einer derart radikalen Neuentwicklung begibt, sind es doch eher die kleinen innovativen Hinterhofwerkstätten, aus deren Ideenreichtum neue Trends kommen.


Jan-Peter präsentiert den neuen Prototypen für 2003.

Deutlich zu sehen der Integralgriff wo man auch Karabiner einklinken kann und die Wasserablasschraube (Water-Sucker) Zusammenfassend läßt sich sagen, daß wir durch einen glücklichen Zufall auf die mögliche Zukunft der Rodeokajakformen gestoßen sind. Wir wollen euch diese großartige revolutionäre Designstudie deshalb auch nicht vorenthalten und sind gespannt, in welche Richtung sich die Prototypen der anderen Kajakschmieden in Bezug auf Form, Größe und funktionelle Details bewegen werden. eines ist nach diesen Bildern sicher, die Formenvielfalt ist noch lange nicht ausgereizt. Wir sind gespannt, wie Kajaks im Jahre 2005 aussehen werden. :-)

by Jan-Peter
© Bilder by Jan-Peter & Hermann Grube

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