Okerrodeo und Boaterscross 2013

Autor: Malte Schröder
01.09.2013
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Am Wochenende vom 9. bis zum 11.8.2013 fand das zweite, vom LKV Niedersachsen organisierte, Okerrodeo statt. Insgesamt war es die 13. Ausgabe des Kultrodeos im Norden.

Wie immer wurden an der Oker auch in diesem Jahr gleichzeitig die Norddeutschen Meister in den verschiedenen Klassen gekührt. In diesem Jahr gab es drei Wettkämpfe an dem Wochenende um allen Fahrern alles abzuverlangen.

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Der Wettkampf begann am Samstagmorgen mit dem traditionellen Rodeo in der Okerwalze, zu dem bei super Temperaturen und Sonnenschein 21 Teilnehmer, darunter ein "Old Man" und die größte Frauenkonkurrenz in der Geschichte des Okerrodeos, sowie auch rund 60 Zuschauer. Bei guter Verpflegung seitens der Organisation verfolgten sie teilweise den ganzen Tag das Wettkampfgeschehen.

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Als am Samstag um 10 Uhr dann endlich Wasser lief, war die Anmeldung nahezu schon geschehen und viele standen schon umgezogen am Einstieg um vor dem Wettkampf noch eine Runde in der Walze drehen zu können.

Dieser begann dann mit den Damen und Juniorinnen, da nur eine Juniorin angetreten war, fuhr Vera Niess mit 14 Jahren in der Klasse der Damen mit. Von den 4 Damen sollten sich drei für das Finale qualifizieren, dies waren Vera Niess vom RSV Braunschweig, mit ihren 14 Jahren sicherlich eine Überraschung, Luisa Heinen, KC Wiedenbrück-Rheda und Emely Adelt.

Nach den Vorläufen der Damen traten ebenso viele Junioren an um ihre Finalqualifikationen zu sichern. Ins Finale kamen Lasse Dippel (RSV Braunschweig), Fabian Lenz (KC Limburg) und Lennard Jahn (RSV Braunschweig).

Das größte Starterfeld gab es erwartungsgemäß bei den Herren, 13 Starter waren es hier, die um 5 Finalplätze kämpfen mussten. Die Qualifikationsplätze gingen an Ansgar Linder (KC Wiedenbrück-Rheda), David Nauermann (KC Wiedenbrück-Rheda), Malte Schröder (RSV Braunschweig), Nico Gottszky (KC Wiedenbrück-Rheda) und als erster zog Mike Lochny (Crazy Kayakers Bremen) in das Finale der Herrenwertung ein. Mike dominierte die Herrenwertung mit 635 Punkten vor Nico mit 381 Punkten.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann weiter mit dem Finale der Damen, hier gewann die Vorjahressiegerin Emely Adelt gegen Luisa Heinen und die rodeojüngste Vera Niess. Emely konnte dabei ihren Vorlaufscore noch einmal um 20 Punkte auf 115 Punkte verbessern.

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Es folgte das Finale der Junioren, die beiden Braunschweiger Lasse Dippel und Lennard Jahn (in seinem letzten Juniorenjahr) gegen Fabian Lenz vom KC Limburg.

Dominiert wurde das Finale von Fabian, der die Konkurrenz mit High Score Moves wie dem Phonics Monkey in die Schranken verwies und so verdient den Titel des Norddeutschen Meisters erlangte.

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Lasse Dippel schaffte es noch den Vorlaufsieger Lennard Jahn auf Platz 3 zu verweisen und gewinnt somit nach seinem Titel des Deutschen Vizemeisters 2012 nun auch den Titel des Norddeutschen Vizemeisters.

Nach einem kurzen Platzregen und einem davon gefolgten Stromausfall, der Gott sei dank schnell behoben werden konnte, gingen danach die Herren zu ihrem Finale auf das Wasser. 10 Minuten hatten sie nocheinmal alle gemeinsam Zeit um ihre Titelhoffnungen zu unterstreichen.

Nach einem sehr hochklassigen und spannenden Finale stand der neue High Score von 828 Punkten fest. Dieser wurde gefahren von Malte Schröder und war auch nötig um den sehr konstanten Mike Lochny mit wieder einmal 631 Punkten vom Thron zu stoßen. Dritter wurde Ansgar Linder mit 356 Punkten.

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Nach dem Finale der Herren folgte die Siegerehrung aller Klassen und schließlich die Tombola, bei der Preise der Firmen Lettmann, HF, Ekü Sport und Denk.com verlost wurden.

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Nach gemeinsamen Abbau der Zelte und Anlage fuhren alle gemeinsam zum Ort der nächsten Wettkampfes, dem Stausee der Oker. Hier sollten die ersten offiziellen Norddeutschen Meisterschaften im Flachwasserrodeo ausgerichtet werden.

Da vielen Norddeutschen Freestylern eine echte Welle oder Walze zum Freestylen fehlt, sind hier viele Profis im Flachwasserbereich zu finden, was den Wettkampf zu einem, über die Erwartungen, hochklassigem und spannenden Event machte.

Ähnlich dem System in der Walze hatten je 5 Fahrer 10 Minuten Zeit ihre Tricks abwechselnd zu zeigen. Motiviert durch Musik und Zuschauer wurden hier von einfachen Cartwheels über Flachwasserloops bis hin zu Mc Nastys und Space Godzillas alles gezeigt was die Trickliste hergab.

Zwei Fahrer dominierten das Feld der Freestyler und machten den Sieg später unter sich aus. Dies  waren, mit je mehr als 850 Punkten uneinholbar Tom Gillwald (TSV Winsen/Luhe) und Mike Lochny (Crazy Kayakers Bremen).

Am Ende konnte Tom mit nicht einmal 20 Punkten mehr als Mike, nämlich mit 881 Punkten, den Sieg und damit den Titel des Norddeutschen Flachwasserfreestylemeisters gewinnen. Mike Lochny wurde Zweiter und an die dritte Stelle rückte Andreas Leitmann, den keiner für Platz 3 auf dem Plan hatte. Eine gute Leistung mit 478 Punkten von ihm.

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Den Abend verbrachten alle gemeinsam in Clausthal Zellerfeld in einer örtlichen Kneipe. Nach kurzer Nacht in der Mensa der TU fanden sich alle am nächsten Morgen zu einem gemeinsamen Frühstück an der Oker ein um noch einmal den Besten zu finden, dieses mal beim Boaters Cross.

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13 Starter standen sich in den Vorläufen in 4 Startgruppen gegenüber, jeweils die ersten Beiden der Startgruppen kamen in das Halbfinale der besten Acht. Aus diesen beiden Halbfinals konnten sich David Nauermann, Malte Schröder, Jörn Herrmann und Ansgar Linder in das Finale qualifizieren.

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Wie auch schon in den Vorrunden  ging es hier dann richtig zur Sache, Karambolagen, Steinkontakte und Überholmanöver waren an der Tagesordnung.

Gewinnen konnte mit einer Start - Ziel Führung Malte Schröder (und zwar einen Wurfsack, gesponsert von der Firma HF) , Jörn Herrmann wurde zweiter (und gewann ein erste Hilfe Pack von Ortlieb) und Ansgar Linder erreichte den dritten Platz (und einen Trockensack von HF).

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Mit diesem letzten Wettkampf ging dann das Wochenende an der Oker zuende. Die Veranstalter danken allen Teilnehmenden, Zuschauern, dem Landkreis Goslar und nicht zuletzt auch allen Sponsoren.

Text und Fotos: Malte Schröder

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