Pfingst-Paddler bestätigen: Auswilderungsprojekt jetzt doch erfolgreich!

Autor: Christoph Burckhardt
18.05.2008
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Pfingst-Paddler bestätigen: Auswilderungsprojekt jetzt doch erfolgreich!

 - Nach den traurigen Bildern im Fernsehen über die schonungslose Hetzjagd auf den tapsigen Grenzgänger Bruno im vorletzten Jahr, die nach moderner Medienlogik konsequenter Weise nur mit dessen Tod enden konnte, ist ein geheimes deutsch-österreichisches Auswilderungsprojekt nun offenbar doch von Erfolg gekrönt.

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Was ist geschehen?

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Als wir, zwei nichts ahnende, naturverbundene, Göttinger Paddlerfreunde uns bei bester Laune und ebensolcher Wetterprognose aufmachten, das verlängerte Pfingstwochenende mit unserer Leidenschaft zu begehen, führte uns der Weg zunächst an die Loisach bei Garmisch.

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Alles verlief nach Plan, der Wasserstand passte und schnell stellte sich das gewünschte Flow-Gefühl ein. Die Entscheidung zur zweiten Abfahrt war daher schnell getroffen.

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Als wir allerdings danach glücklich und etwas müde ausbooten wollten, passierte etwas, das uns den Atem verschlug: Erst bei genauerem Hinschauen begriffen wir: Hinter uns kam ein ausgewachsener Braunbär im Spielboot vorbeigepaddelt, winkte uns verschwörerisch zu und fuhr weiter.

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Wir hielten das Gesehene für eine optische Täuschung, vielleicht aufgrund der intensiven Frühlingssonneneinstrahlung, packten etwas irritiert unsere Sachen und fuhren weiter nach Tirol, wo die Brandenberger Ache auf uns wartete.

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Pfingstmontag hatten wir das seltsame Erlebnis schon längst vergessen, freuten uns über unsere erfolgreiche Erstbefahrung der Tiefenbachklamm

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und wollten uns gerade auf den langen Heimweg machen, da passierte es wieder:

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Diesmal stand ein Braunbär auf der Holzbrücke in Mariathal, bereit zum Bungee-Sprung. Das war noch unglaublicher, aber wir waren diesmal über jeden Zweifel erhaben. Was wir sahen, war echt. Wir kamen mit dem Bären, der sich als Olli vorstellte,  ins Gespräch und er berichtete von einem deutsch-österreichischen Auswilderungsprojekt  höchster Geheimhaltungsstufe.

Das Erfolgskonzept basiere auf dem Versuch, die Tiere so in die funsportgeprägte Umwelt einzufügen, dass der normale Mensch auf dieses ungewöhnliche Phänomen nicht mehr aufmerksam würde. Bisher sei diese Tarnung noch nicht aufgeflogen.

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Wir kamen schnell überein, uns zu Verbündeten zu machen und das Projekt auch in den Harz zu exportieren. Allerdings mussten wir Olli den Grau … äh … Braunbären erst überzeugen, dass Autofahren für einen Bären im Straßenverkehr doch zu auffällig sei und konnten ihn überreden, im Heck Platz zu nehmen.

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Nach der Heimkehr feierten wir die gelungene Begegnung und demnächst wird der eine oder andere aufmerksame Paddler wohl auch auf der Oker seinen Augen nicht mehr trauen.

Text: Christoph Burckhardt
Fotos: Markus Schröder

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