Prijon Delirious im Fahrtest

Autor: Toni & Anschi
10.07.2001
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Ein (natürlich subjektiver) Fahrbericht der Soulboater Salzburg connection:

Das genialste an diesem Boot ist sicher die unglaubliche Ausgewogenheit beimCartwheel. Durch die regelmäßige Formgebung spürt man an beiden Enden genau gleich viel Wiederstand. Diese Eigenschaft bedingt, dass man sehr einfach mehrere "Ends" aneinanderreihen kann. (Dies war noch bei keinem anderen Boot von mir zuvor der Fall. Der Gliss z.B. war vorne zu schwer und ist hinten durchgesackt). Durch die dünnen Enden stellt so ein Cartwheel auch keine besonderen Technikansprüche mehr. Man dückt die Nase (auch im Flachwasser) problemlos ein, und der Rest geht dann schon fast automatisch. Wenn man cartwheelen"leicht"lernen will, dann sollte man im Delirious sitzen. Prijon ist mit diesem Teil fast ein Autorotator gelungen! *ggg*

Das Unterschneiden ist, wie bei vielen anderen Booten mit flachem Heck ebenfalls sehr leicht; beim Delirious bleibt man zudem noch um einiges länger in der Senkrechten stehen. Das Surfverhalten ist durchaus ansprechend, auch wenn er ganz gerne einmal einbohrt, und die Geschwindigkeit ist für ein Boot in dieser Klasse absolut okay. Auch für gepflegte Spins sitzt man hier sicher allerdings im richtigen Boot.

Diffiziler wird die Sache im Wildwasser am Fluss. Bei wenig Wasserwucht ist der Delirious auch hier gut einsetzbar. Er reagiert prompt, und man kann auch noch gut "Linie" fahren. Auf engen, steilen Parcours hat dieses Boot naturgemäß nichts zu suchen. Noch schwieriger wird die Sache allerdings bei mehr Wasser. Schiebewasser, und vor allem kräftige Verschneidungen sind im Delirious kein Honiglecken. Hier bekommt er plötzlich ein gewaltiges Eigenleben. Man muß ständig mit eigenwilligen Eskapaden rechnen, und darauf reagieren. Hierbei wurde die Erfahrung gemacht, dass man mit einer leichten Vorlage des Oberkörpers einiges ausrichten kann. Schlampiges Paddeln und zurück lehnen wird umgehend bestraft! ;-))

Zur Ausstattung: Die Sitzanlage ist in Ordnung, mehr aber auch nicht. Hier lautet unser Tip: "Probiert den "Fly"-Sitz" !!! Ausgeprochene Bequemlichkeit wird man im Delirious vergeblich suchen. Ohne die von Prijon nachträglich eingeformten Fußbeulen ist es für größere Fahrer sicher nicht möglich, all zu lang beschwerdefrei im Boot zu sitzen. (Ab 185 wird`s eng) Genial hingegen ist das wirklich geringe Gewicht und die Stabilität und Festigkeit des bewährten Materials, was auch beim ersten Einsatz sofort spürbar wird.

Zusammenfassend ist dieses Boot das geilste Stück Plastik, in dem ich je gesessen bin.

texted by Toni & Anschi, rider Anschi,
pic by Hiasi

(c) Soulboater.com

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