Pyranha Burn 2.0 Fahrbericht

Autor: Christian Zicke
19.05.2010
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Burn 2.0 Fahrbericht.

 - Für 2010 wurde der Burn von Pyranha gefaceliftet. Einige Details wurden verändert und das Boot wurde als "noch besser" als je zuvor in die Läden getragen. Zwei der ersten Burn 2010 in den Größen L und S haben sich Nadja und Christian vom Team der Outdoordirekt-Kanuschule geschnappt um sie auf Korsika, in Slowenien und in Griechenland auf ihre Neuerungen zu prüfen. Und siehe da, die optisch nur leicht veränderten Boote machen auf den Fluss tatsächlich eine andere Figur.

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Mehr Rocker - mehr Wendigkeit, flacher Boden - viel Anfangsstabilität

Als erstes fällt der stärkere Rocker (Kielsprung) des neuen Burn auf. Nachdem wir in den letzten Jahren den alten Burn gefahren sind und an die durchaus spurtreuen Fahrverhalten gewöhnt waren, ist das neue Boot durch die hochgezogenen Enden deutlich agiler und wendiger. Auf den ersten Metern am obersten Golo, die erste Fahrt mit dem neuen Burn, hat dieses neue Gefühl der Wendigkeit sogar eher zu ungewollten "Hilfsschleifen" in diversen Stufen geführt, die nicht nur einmal zu Rückwärtsfahrten angeregt haben. Hat man sich aber an das agile Fahrverhalten gewöhnt, ist dieses natürlich ein großer Gewinn für den Burn-Fahrer, vor allem deshalb, weil dem Burn trotzdem nicht merklich Geschwindigkeit genommen wurde. Dies kann mit der verlängerten Kante und dem Mehrvolumen in Bug und Heck zusammenhängen. Durch das Mehr an Volumen schwimmt der Burn um einiges satter auf dem Wasser und neigt nicht dazu, mit dem Heck zu saugen. Er lässt sich prima beschleunigen und durch die lange Kante lässt er sich präzise fahren. Genau wie das alte Boot läuft auch der Burn 2010 sauber in die Kehrwasser, das flache Unterschiff gibt dabei genügend Anfangsstabilität, was besonders Anfängern und leicht fortgeschrittenen Paddlern sehr entgegen kommt.

 

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Mehr Volumen - besseres Auftauchverhalten

Durch den stärkeren Rocker und das Mehr an Volumen besonders im Heck taucht der Burn 2010 präzise auf und lässt sich in Abfällen und Stufen kontrollierter fahren. Stufenkombinationen und lange, schnelle Passagen lassen sich so deutlich angenehmer befahren.

 

Besonders Paddlern die gerade die 100kg-Grenze knacken wenn das Weihnachtsessen mal üppiger ausgefallen ist kommt das höhere Volumen beim Burn L auf jeden Fall schwer entgegen.

 

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Ausstattung:

An der Ausstattung hat sich eigentlich nichts geändert, bis auf die Farbe. Pyranha setzt auf bewährte, robuste Bauteile. Ratschen für den Rückengurt, ein mit vier Schrauben verstellbarer Sitz (aufwändig aber robust), verstellbare Schenkelstützen und zwei Prallplatten (deren Umbau schon ein wenig gefuckel ist) runden das Paket ab.

Ärgerlich ist, dass die selbstklebenden Fittings an den Knien genau zwei Tage halten und dass auch das selbstklebende Fittigset keine dauerhafte Lösung ist. Hier hilft weiterhin nur der Griff zu Pattex und Co., will man sich keine Entzündung in den Kniescheiben holen wenn man im Sommer mal zwei Wochen in kurzer Hose mit den Knien an der Bordwand rumschrabbelt.

 

Fazit:

Der Burn ist nach wie vor ein hervorragendes Boot mit sehr gutem Material in sehr guter Verarbeitungsqualität. Der Burn 2010 ist etwas mehr Creeker als der alte Burn, trotzdem werden Anfänger ihn weiterhin wegen seiner unkomplizierten, gutmütigen Fahreigenschaften lieben.

 

Langzeitqualität:

Wir hatten in den letzten drei Jahre ca. 20 Burn als Schulungsboote in der Kanuschule und haben weder Material- noch Ausstattungsausfälle zu bemängeln. Zwei Monate Dauereinsatz des Burn 2010 ohne Defekte lassen vermuten, dass die Qualität auch beim 2010er Modell stimmt.

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