Rettet den Untertalbach

Autor: Peter Feldhammer
21.08.2010
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- Auch der Untertalbach droht Opfer von Kraftwerksplänen zu werden:

Projekt Wasserkraftwerk am Untertalbach Rohrmoos-Untertal

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Projektwerber: 3 Grundbesitzer (Landwirte) am Untertalbach, Leistung: 1,6 MW (ursprüngliches Projekt)


Wasserausleitung: ursprüngliches Projekt ca. 1.500m lang, neues Projekt ca. 700m lang
ausgeleitete Wassermenge: 2,5m³/s (durchschnittliche Wassermenge ist 2,64m³/s - also fast alles!)


Restwasser: 265 Liter/s, das neue Projekt würde etwa 0,5 Promille des Stromverbrauchs der Steiermark decken.

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Hier die lange Geschichte des Kraftwerksprojekts:

Vor über 20 Jahren wollten bereits Bürger der Gemeinde Rohrmoos-Untertal dieses Wasserkraftwerk errichten. Dr. Gerolf Forster (Fachabteilung 13C Naturschutz) erteilt diesem Projekt die Absage.

März 2006: Drei Landwirte erhalten von Gemeinde Rohrmoos-Untertal grundsätzliche Zustimmung für das private Projekt Wasserkraftwerk Janerbrücke. Bedingung ist, dass für den Betrieb der Gföllermühle ausreichend Restwasser verbleibt und die Kraftwerksanlage in den Erlebnisbereich Wilde Wasser Untertal eingebunden wird - quasi als Schaukraftwerk. (Wilde Wasser ist ein um 750.000 Euro neu errichteter - mit Steuermitteln geförderter Themen Wanderweg/Steig.)

November 2007: Nach Protesten und Briefaktionen von Naturschützern, Paddlern und Fischern gegen die sinnlose Zerstörung des Naturjuwels Untertalbach, wird von DI Karl Fasching (Fachabteilung 13C Naturschutz) ein 1,5km langer Abschnitt des Untertalbaches zum Naturdenkmal erklärt und das geplante Wasserkraftwerk ist somit gescheitert!

Juni 2008: Die 3 Projektwerber (und Grundbesitzer im Erlebnisbereich Wilde Wasser) kündigen der Gemeinde die Nutzungsverträge "Wanderweg" und "Steig Wilde Wasser", verbieten die Bewerbung und sperren den Wanderweg. Die Gemeinde wird dadurch unter Druck gesetzt, der jetzige Bürgermeister (damals Vize) DI Hermann Trinker bemüht sich um einen "runden Tisch" mit den Grundbesitzern und Ing. Manfred Wegscheider Landesrat für Umwelt und Energie.

April 2010: Dr. Gerolf Forster (Fachabteilung 13C Naturschutz) halbiert den 2007 von seinem Kollegen Dipl.Ing. Karl Fasching als Naturdenkmal geschützten Abschnitt des Untertalbaches.

Derselbe Dr. Forster, der vor 20 Jahren dem Wasserkraftwerk am Untertalbach eine Absage erteilt hat, ermöglicht jetzt mit dieser Naturschutz-Beschneidung das erneute Aufleben des Projekts!

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Mit Naturschutz hat diese - gelinde gesagt - höchst dubiose Vorgehensweise nichts mehr zu tun...

Retten WIR den Untertalbach - die Fachabteilung 13C Naturschutz der Landesregierung Steiermark kann oder will nicht...

Das Land Steiermark hat in den letzten 4 Jahren 98% aller Wasserkraftwerksprojekte genehmigt... Nur eines von 55 Projekten - das Kraftwerk Koppentraun - konnte dank einer großartigen Allianz mehrerer Naturschutzorganisationen mit Paddlern und Fischern abgewendet werden.

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Unsere Bitte zum Finale der Untertalbach Aktion:


Sendet noch heute eine e-Mail an die 9 maßgeblichen Entscheider in der Steiermark, die Zeit drängt!

 > Einfach als Betreff "KEIN KRAFTWERK AM UNTERTALBACH" und den unten stehenden Text in eine neue e-Mail kopieren und absenden an die folgenden Empfänger:

florian.waldner@stmk.gv.at; astrid.spanner@stmk.gv.at; johann.zebinger@stmk.gv.at; gerolf.forster@stmk.gv.at; manfred.wegscheider@stmk.gv.at; franz.voves@stmk.gv.at; hermann.gruber@schladming-dachstein.at; bgm@rohrmoos.co.at; buergermeister@schladming.at

 

 

K e i n  K r a f t w e r k  a m  U n t e r t a l b a c h !

Seit Jahren wird das N a t u r j u w e l  U n t e r t a l b a c h  von der Verbauung durch ein Wasserkraftwerk bedroht.

Die 1,5km lange Klamm im Untertalbach wurde von der Naturschutzabteilung Steiermark 2007 zum Naturdenkmal erklärt, das drohende Kraftwerksprojekt schien damit endgültig vom Tisch zu sein.

2010 wurde der geschützte Abschnitt auf 800m reduziert - von der gleichen Behörde!
Warum? Um den Projektwerbern das Ausleitungskraftwerk doch noch zu ermöglichen?

Ich appelliere an Sie und alle Entscheiderinnen und Entscheider, dieses Kraftwerk nicht zu bauen und die U n t e r t a l b a c h k l a m m ein für alle Mal unter Schutz zu stellen!

Hierzu ein Auszug aus der EU Wasserrahmenrichtlinie 2000:

Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss.

Freundliche Grüße,

 

Text und Fotos: Peter Feldhammer

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