Ein Paddeltripp in die Rhoneschluchten

Autor: Ben Jung
01.01.2014
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Sicherlich hat der ein oder andere schon mal beim Überqueren des Furkapasses einen Blick auf die dort herunterstürzenden Wasserfälle geworfen.

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Der oberhalb liegende Rhonegletscher sorgt besonders im Hochsommer für extreme Wasserstände, die teils bis September für ordentlichen Paddelspass sorgen.

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Bereits vom Pass aus lässt sich erahnen, dass die dort unmittelbar beginnende Schlucht mit ihren Eingangswasserfällen nicht zu empfehlen ist.

Von hier aus erstreckt sich das von den höchsten Schweizer Bergen gesäumte Rhonetal bis zum Genfersee. Die Rhone legt von top to bottom insgesamt 812 Kilometer zurück, eh sie im Mittelmeer verschwindet.

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Unser Fokus liegt allerdings auf den ersten 50 Kilometern bzw. auf der unteren Rhoneschlucht (Fiesch bis Mörel). Vorab sollte allerdings erwähnt werden, dass die Rhone ein Gletscherfluss mit all seinen Tücken ist. Daher sollte unbedingt die Gletscherschmelze, die in der Regel nachmittags viel Wasser mit sich bringt, berücksichtigt werden.

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Allerdings bieten andere Abschnitte bei hochsommerlichen Wasserständen gerade an Nachmittagen geniale Wuchtwasserabschnitte an, die für einen schnellen Feierabend-Run einladen.

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Der Wasserstand bei der Brücke am Sägewerk lag bei geschätzten 10 Kubikmeter/sec, was sich für den ersten Run als perfekt herausstellte. Der Abschnitt beginnt mit dem bekannten Sägewerkskaterakt, der im DKV-Führer deutlich erwähnt wird.

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Abgesehen von starken Verblockungen und schier unüberwindbaren Flussmetern, gespickt mit Bäumen und Ästen, war es sinnvoll, den unterhalb gelegenen Einstieg anzuvisieren.

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Bereits nach den ersten Paddelschlägen werden die Felswände höher und die Rhone gräbt sich durch leicht verblocktes schönes Wildwasser, ehe sie die ersten traumhaften Katarakte bildet. Mehrere Stufen und längere genussvolle Katarakte lassen das Paddlerherz höher schlagen.

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Highlight ist sicherlich ein etwas längerer Katarakt mit überschaubarem Gefälle und einer im Auslauf liegenden 3-Meter-Stufe. Im Anschluss kommen noch einige kleinere Stufen, kombiniert mit schönen Katarakten, umsäumt von einer einzigartigen Naturkulisse.

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Das Ende zeichnet sich durch die oben sichtbare Brücke ab, die zuvor auch zum Wasserstand checken herangezogen werden sollte.

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Ab hier ändert sich der Charakter des Flusses in ein offenes Flussbett mit einigen schönen längeren Katarakten, die alle gut einsehbar parallel zur Straße verlaufen. 

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Wer möchte, kann von hier aus weiter bis Mörel paddeln oder unmittelbar nach dem Schluchtausgang bei Grengiols aussteigen. Gerade der Abschnitt nach der Schlucht ist bei höheren Wasserständen sehr zu empfehlen, aber sollte nicht unterschätzt werden.

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Text by Ben JungFotos by Julian Schäfer und Ben JungKayaking by Julian Schäfer, Ben Jung, Johannes Warmbier and Niels Möller

Mehr bewegte Bilder zu dem Tripp als Video by Ben JungInfos zur Rhone unter:http://4-paddlers.com/269/cb125092-68a2-4dd4-a882-3b1391985bf6/Allgemeine_Informationen_Rhne_Rotten.html

und http://www.kajaktour.de/rhone.htm

Verfechtertage im Rhonetal:http://www.kanumagazin.de/szene/reportagen/review-verfechtertage-sportliche-linien-im-wallis/

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