Spanngurte von Valonic

Autor: Jan-Peter
10.01.2022
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Erinnert ihr euch noch an die Zeiten, als Wildwasserkajaks auf dem Autodach mit Gummispinnen oder Kernmantelseilen "befestigt" wurden?

Es gab da die abenteuerlichsten Konstruktionen, um Boote halbwegs unsicher an den Bach zu bringen.

Dann kamen als deutlicher Fortschritt die ersten Spanngurte, billig aus dem Baumarkt oder speziell für den Kanusport von verschiedenen Dachträgerproduzenten und dem Kanufachhandel.

Lange Zeit gab es keine weitere Veränderung, denn eigentlich reichten diese Gurte für die Mehrzahl der Paddler ja vollkommen aus, auch wenn sie vielleicht nicht das Nonplusultra für den Bootstransport im und auf dem Auto darstellten.

Dass da noch mehr gehen kann, nämlich wirklich individuell an die Besonderheiten des Kajaktransports auf dem Dachgepäckträger, dem Bootsanhänger und zur Sicherung der Ladung im Fahrzeug angepasste Spanngurtsysteme, fanden die Gründer des Startups "Valonic" vor einigen Jahren.

Alles aktive Sportler aus dem Wildwasser-, Playboating- und Mountainbikebereich erfanden sie das Thema Spanngurte zwar nicht komplett neu aber hatten eine Menge Ideen, wie sich Spanngurte noch deutlich im Hinblick auf Sicherheit und praktische Handhabung verbessern lassen.

Wir haben uns die Spanngurte in den letzten Wochen einmal näher angeschaut und sie auf  verschiedenen Touren und mit verschiedenen Booten (PE und Polyester) getestet.

Auffallend waren die wirklich innovativen Details der Gurte: Zunächst einmal gibt es unterschiedliche Gurtbreiten für die unterschiedlichen Einsatzbereiche:

Ein Polyesterboot reagiert deutlich empfindlicher auf punktuellen Druck, wer kennt nicht das Knistern des Materials, wenn beim Einsteigen das Oberdeck am hinteren Süllrand stärker belastet wird?

Für das Laden von GFK- oder auch Kohle-Kevlar-Booten sind deshalb die um einen Zentimeter (35mm) breiteren HD-Gurte eine absolut sinnvolle Wahl, verteilen sie doch die Druckbelastung auf deutlich mehr Fläche und schonen damit die Bootsschale.

Für PE-Boote, egal ob HTP oder rotiertes Polyethylen, reichen dagegen die standardbreiten Gurte (25mm) vollkommen aus.

Sehr gut durchdacht ist die Schutzfläche unter dem Gurtschloss, die für deutlich weniger punktuelle Belastung der Schlossauflage sorgt und auch Kratzer auf der Ladung vermeidet.

Innovativ ist das Gummiband mit Klettverschluss, das für Ordnung des überschüssigen Gurtendes sorgt und auch bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn zuverlässig hält.

Kleiner Kritikpunkt: Die weiche Klettseite könnte etwas grosszügiger bemessen sein, damit auch kürzere Gurtenden mit dann dünnerem Durchmesser der Gurtrolle noch zuverlässiger befestigt werden können.

Insgesamt machen die Valonic-Gurte einen durchdachten und zuverlässigen Eindruck, die Preise sind absolut in Ordnung und wir würden uns freuen, wenn dieses noch junge Unternehmen von Paddlern und Outdoorsportlern sich erfolgreich am Markt etablieren kann.

Bis Ende März erhalten Soulboater-User zusätzlich 10% Nachlass auf alle Valonic Produkte bei Eingabe des Codes "valonic-soul "auf deren Homepage.

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