Soulboating auf der kleinen Drau

Autor: Jan-Peter
19.11.2007
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 - Es gibt immer wieder Tage, an denen alles stimmt: Wasser, Wetter und die Mitpaddler. Vor 10 Jahren wurde so ein Tag einmal KAVU-Day genannt und es gab sogar ein Video über diese Ausnahmetouren.
Wir möchten euch mit diesen Bildberichten dazu anregen, einmal in euch zu gehen, wann ihr euren letzten richtig schönen Paddeltag hattet. Und wenn ihr Lust habt, auch darüber zu berichten, mailt uns einfach ein paar Zeilen mit euren Eindrücken und sendet uns die passenden Bilder dazu. Wir veröffentlichen es gern. Egal, welcher Schwierigkeitsgrad, egal ob Genusstour einen Fluss hinab oder ein schöner Nachmittag am Playspot. Alles ist willkommen, was unter den Oberbegriff „Soulboating“ fällt, denn nicht von ungefähr trägt diese Website den Namen Soulboater.com.

Soulboating auf der kleinen Drau

Zufälle gibt’s. Da bummeln wir am ersten Tag unseres Osttirol Urlaubs abends auf der Suche nach einem netten Restaurant durch das Stadtzentrum von Lienz und plötzlich stehen da zwei Leute an der Eisdiele, die mir irgendwie bekannt vorkommen.

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Die Welt ist wirklich klein, es sind Gustav und Birgit, die auf der Durchreise nach Bovec zur Soca mal kurz Zwischenstation in Lienz machen. Die Überraschung ist auf beiden Seiten gross, bei einem sich direkt anschliessenden spontanen Pizzeriabesuch erzählen sie von ihren Plänen, an der Soca Urlaub zu machen und für Birgit einen Kajakkurs zu buchen. Am nächsten Tag soll es weitergehen, wir dagegen bleiben natürlich in unserem Domizil Amlacher Hof.

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Die Überraschung ist noch grösser, als die beiden am nächsten Abend plötzlich auch auf dem Amlacher Hof auftauchen. Das Klischee von der Soca, dass die zur Hauptsaison total überfüllten Campingplätze an der Koritnicamündung deutliche Ähnlichkeit mit dem Ballermann auf Mallorca aufweisen, hat sie wie von mir insgeheim schon erwartet dazu bewogen, noch am selben Tag trotz der langen Anreise nach Slowenien wieder umzukehren und nach Osttirol zurückzukommen.

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In Lienz sind trotz guter Wasserstände auf den Bächen kaum Autos mit den typischen Hörnern auf dem Dach und insgesamt nur sehr selten andere Paddler zu sehen. Eine Wohltat, wenn man nicht gerade wegen des Pivokonsums in den Paddelurlaub gefahren ist

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Für eine kurze Nachmittagstour gehen wir dann auch gleich noch schnell auf die Dolomitenmannstrecke der Drau.

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Am Einstieg an der Galitzenklamm ist der Wasserstand noch eher moderat, doch ein paar 100 Meter später kommt von rechts das von den Draukraftwerken in Abfaltersbach abgeleitete Wasser hinzu und füllt mit kalter klarer Flüssigkeit das steinige Flussbett der Drau wieder auf.

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Nach einigen Blockwurfrutschen, die immer gut auf Sicht gefahren werden können, kommt bald die Slalomstrecke vor Lienz in einer etwas gröber verblockten Strecke.

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Mit intensivem Kehrwasserfahren geht es weiter über etliche Surfwellen unterm Falkensteinsteg hindurch bis zur Drauparkwalze.

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Hier am Schwimmbad könnte man aussteigen, wir aber fahren weiter bis zum Zusammenfluss mit der Isel

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und dann noch auf der jetzt breiten und wasserreichen Drau bis zur nächsten Brücke bei Tristach, wo unser Shuttlebunny schon mit dem Auto auf uns wartet.

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Schnell sind wir in wenigen Minuten wieder am Camp, wo wir nach getaner „Arbeit“ in den Pool springen, um noch ein wenig zu Relaxen.

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Diese Tour wiederholen wir noch oft in diesem Urlaub, nachmittags mal schnell die Drau runter ist ein schöner Abschluss von heissen Sommertagen, an denen wir vorher eine Wander- oder Biketour in den Lienzer Dolomiten unternommen haben.

Jan-Peter

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