Ein Drittel der Leinewelle ist bereits finanziert

Autor: Jan-Peter
24.11.2019
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Surfwellen und Playspots für Paddler schiessen wie Pilze aus dem Boden? Schön wäre es, aber die Realität sieht leider noch etwas anders aus.... .

Das liegt aber nicht nur an den "Anderen" wie Gemeindebehörden, Naturschutzverbänden oder politischen Gremien sondern oft an den Flussnutzern auch selbst.

So waren z.B. in Bremen, dessen Umland und Hamburg in den letzten Jahren gleich mehrere Projekte "in Arbeit".

Waren, denn mehr als eine "Idee" wurde leider nicht daraus.

Wenn sich Paddler bewusst über offizielle Befahrungsregeln hinweg setzen, wird es schwierig, mit Entscheidern wie der unteren Naturschutzbehörde überhaupt noch in die Diskussion zu kommen, um "pro Playspot" werben zu können.

Und wenn der verantwortliche Bereichswart eines norddeutschen Kanuverbandes sogar ausdrücklich gegen den Bau einer Wildwasseranlage votiert, weil es aus seiner Sicht kein Interesse seitens der Kanufahrer gibt, wird es auch schwer, in Folge noch Verbündete für eine weitere Planung zu finden...

Die Initiativen der regionalen Flusssurfer erscheinen da wesentlich professioneller:

So startete an diesem Wochenende das Wellenwerk in Berlin mit einer künstlichen Indoor-Surfwelle, in Stade werden die Pläne für einen "Wavegarden" schon seit längerem konkretisiert und vor allem in Hannover zeigen sich gute Fortschritte:

Die Leinewelle kann mittlerweile mit namhaften Beträgen als  finanzielle Unterstützung durch lokale Unternehmen rechnen.

Gute Nachrichten aus Hannover: Die Leinewelle wird immer realer.

Das Familienunternehmen Gundlach Bau & Immobilien investiert 200.000 Euro in die Leinewelle.

Damit gehen der Verein Leinewelle e.V. – nach dem Engagement des Universitätssportclubs in gleicher Höhe – den nächsten großen Schritt in Richtung Surfspot in Hannover.

Lorenz und Ursula Hansen von Gundlach möchten mit dem finanziellen Engagement einen langfristigen Beitrag für die Attraktivität der Innenstadt von Hannover leisten.

Prof. Dr. Ursula Hansen: „Die Leinewelle ist eine sportliche Attraktion für junge Leute in Hannover und wird die Innenstadt sehr beleben-“

„Für mich ein besonderes Herzensprojekt, für das sich Gundlach und ich persönlich stark engagieren. Es wird Hannover gut stehen und überregional Strahlkraft entfalten. Die Surfer der Leinewelle werden mit viel Energie und Spaß unsere Innenstadt bereichern. Auch für einige unserer Mitarbeiter macht das die Stadt noch attraktiver“, freut sich Gundlach Geschäftsführer Lorenz Hansen.

Geschäftsführerkollege Frank Eretge ergänzt

„Das Engagement von uns geht über die finanzielle Unterstützung hinaus. Einige Kollegen sind von Anfang an bis heute engagiert bei der Planung, Kalkulation und kaufmännischer Unterstützung.“

Das Engagement von Gundlach ist für die Macher der Leinewelle eine hohe Auszeichnung. Sie bedanken sich für das Vertrauen und hoffen damit weitere Spender zu ermutigen, sich finanziell zu engagieren.

Ziel ist es, bis spätestens zu den olympischen Spielen 2020 die Anlage zu betreiben, da Surfen 2020 erstmalig olympisch werden wird.

Nach erteilter Genehmigung im Januar 2019 haben sich bereits viele Unternehmen und Institutionen aus der Region gemeldet. Zum Teil, um direkt mit kleineren Spenden einzusteigen, zum Teil, um zusammen größere Engagements zu entwickeln.

Diese Gespräche laufen zurzeit noch. Der Verein Leinewelle e.V. ist zuversichtlich, das Finanzierungsziel von 1,2 Millionen Euro noch in diesem Jahr erreichen.

Im Moment sind über ein Drittel der benötigen Mittel vertraglich zugesichert hinterlegt. Die technische Entwicklung der Anlage befindet sich in der Endabstimmung im Strömungskanal in Innsbruck  und wird bis Dezember abgeschlossen sein.

Wie eine Welle entsteht, wird detailliert in diesem Filmbeitrag gezeigt.

Bilder: Leinewelle e.V.

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