Testbericht Pyranha Ammo

Autor: Robert Machacek
21.11.2007
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Testbericht Pyranha Ammo

 - Was lange währt, wird endlich gut………


Nun ist er doch noch fertig geworden, der Testbericht über den neuen Kurz-Creeker von Pyranha, den Ammo.


Der von uns in der mittleren Größe getestete Ammo M ist uns freundlicherweise von Wolfgang Bolg vom Kanutreff Augsburg für diesen Test zur Verfügung gestellt worden.
Das Kajak wurde von uns unter anderem auf Steinbach, Saalach (Teufelsschlucht), dem Hinterwildalpenbach, dem Mitterweißenbach und der Lammer gepaddelt.

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Zu den Testpersonen:
 
Stocki: 179 cm/64 kg/43er Schuhgröße
Robert: 183 cm/67 kg/42er Schuhgröße

Der Ammo gehört zur neuen Generation von Creekern, welche für das Befahren von steilen Rinnen und haushohen Wasserfällen geeignet sind, die zudem noch verwinkelte Ein- und Ausfahrten haben, wo man mit einem Boot mit normaler Länge nicht einmal an eine Befahrung denken würde. Natürlich hat man mit dem Boot genau so viel Spaß, durch stark verblockte Katarakte oder durch wuchtige Gewässer zu cruisen.

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Die neue Connect 30 Ausstattung lässt keine Wünsche offen. Die seitlichen fitting-pads lassen sich jetzt mit zwei Muttern auf der Außenseite des Sitzes ganz einfach verstellen. Der Rückengurt ist leicht einzustellen, und bietet wie gewohnt einen sehr guten Halt.

Die Prallplatte und die Schenkelstützen sind weitgehend unverändert zu dem Syncro 5 System.

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Trotz der geringen Länge ist der Ammo unglaublich schnell und leicht auf einer sauberen Linie zu fahren. Der Bug ist noch stark aufgebogen (großer Scoop),so dass ein Durchfahren von Wellen und Walzen leicht möglich ist.


Natürlich lässt sich der Ammo ohne Probleme boofen.
Es macht richtig Spaß über rückläufige Abfälle zu fliegen, auch wenn (freiwillig) nicht getestet wurde, wie sich das Boot in einem starken Rücklauf verhält, aber vermutlich ist es nicht anders, als mit jedem anderen Boot.


Die seitlichen Kanten sind ähnlich dem Pyranha Burn sehr ausgeprägt, daher ist der Ammo ebenfalls sehr präzise auf der Kante zu fahren.

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Beim Einstellen der Sitzposition ist auf Grund der „Länge“ des Bootes etwas Vorsicht angebracht. In der vordersten Sitzposition neigt der Bug bei Walzen zum „stoppeln“. Daher sollte man auf eine eher mittig zentrierte Sitzeinstellung achten.


Technische Details:


Auf dem Oberdeck sind außer den Schlaufen auch noch Edelstahl-Bergeösen zu finden. Beide wurden in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Kletterzubehör-Hersteller D.M.M. entwickelt. Die Griffschlaufen wurden mit einer Belastung von 1000kg getestet, und sind sehr steif. Die Bergeösen, in welche alle gängigen Karabiner passen, halten einer Belastung von 800kg stand.

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Der Ammo ist ein spurtreuer, und für die geringe Länge sehr schneller Creeker, mit dem man problemlos den einen oder anderen Downriver-Move  ( Freewheel etc.) machen kann. Boofen ist kinderleicht und es ist ein Vergnügen, stark verblockte Katarakte zu durchfahren. Zu unserem Erstaunen ist er auch in relativ wuchtigen Gewässern noch problemlos zu fahren. Es darf also auch ruhig mal wuchtiger werden. Die Kanten greifen schön und man erwischt jedes Mikrokehrwasser. Das Rollen ist ebenfalls sehr easy.

Soulboaters Fazit:

Ein spaßiger kurzer Creeker, gebaut für die steilen Rinnen unserer Alpen und aller anderen Creeks auf dem Planeten. Leichtere Personen können ruhig auch ins wuchtigere Wasser damit, Schwergewichte sollten hier eher auf seinen großen Bruder zurückgreifen.

Text by Robert Machacek Fotos by Robert und Stocki

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