Wieder mal allein auf der Murg....... und das mitten im Sommer!

Autor: Bianca Banschbach
27.06.2016
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Wieder mal Murg.......

Sonntag morgen , wir waren zu viert  mit dem Kajak auf dem See, mussten uns mit Anglern und Jägern herumschlagen die nur ein Lebensmotto haben: Alles Meins!

Am Nachmittag saßen wir Paddler dann noch mit Kaffee, Erdbeerkuchen und Sahne zusammen.

Ein gemütlicher Sonntagnachmittag. Wie jeden Tag der vergangenen Wochen kamen auch heute wieder zum Abend hin vermehrt Schauer auf.

Um 17.30 Uhr dann bei mir die Entscheidung: Ich fahr zur Murg!

Sachen rein ins Auto und los. Unterwegs Sonne und Wärme. Bei Bruchsal ein Stau. Hinter Karlsruhe Regen.

Ab der Abfahrt Rastatt dann Blitze, Starkregen, Hagel.............der erste Baum liegt auf der Straße.

Um 20.05 Uhr sitz ich im Boot. 26 m3 und die Blitze sind auch verschwunden.

Wunderbar!

Beim Zurücklaufen zu meinem Auto in Forbach scheint schon der Mond. Regen prasselt nieder. In der Dunkelheit erreiche ich Forbach. Das Paddeln war wesentlich trockener als der Fußmarsch!

Um 23 Uhr gibt’s dann noch Tomaten-Nudeltopf und nach Mitternacht ruft der Schlafsack.

Montagmorgen.

Ich lasse es gemütlich angehen, versorge mich mit Lebensmitteln und erledige die geschäftlichen Post und Paketangelegenheiten auf der örtlichen Filiale und sehe den gewerblichen Gummibussen bei ihren äußerst kurzen Fahrten im Ortsbereich Forbach zu.

Später Vormittag, ein heftiger Schauer.

Nachdem  es den ganzen Vormittag sowieso Nieselregen gab, steige ich in die Neoklamotten.

Wärmer wird es eh nicht.

Weit gefehlt!

Am Einstieg an der Murghalle in Forbach scheint jetzt die Sonne und wird mich für den restlichen Tag auch nur noch gelegentlich verlassen.

Es befindet sich deutlich mehr Wasser als gestern Abend im Bachbett der Murg. Die Neunerstufe fahre ich klassisch rechts ins Kehrwasser, Seilfähre bis zum unfreiwilligen Abdriften und dann mit Gas über die kleine Stromzunge durch die Walze.....

So der Plan.

Gestern Abend fiel mir aber schon auf das die Stromzunge fehlt.

Was bei dem Wasserstand auch kein Problem war. Doch heute fahre ich hier mit meinem Spielboot wie gegen eine harte Wand.

Überschlag, Rolle, draußen!

Wieder laufe ich die vier oder fünf Kilometer zum Auto, und hole mein Boot.

Ich treffe am Ausstieg den ersten Paddler.

Auch Alleine.

Wir begeben uns zusammen auf den Bach.  

Wieder die Neunerstufe.

Wieder fahre ich die gleiche Route während sich mein Paddelkumpane für die linke Route entscheidet und sich dabei festfährt.

Ab in die Walze.

Das ging daneben!

Ich hänge im Sitesurf im Loch.

Ein mal Waschen, ein mal Rollen, was auch nicht mehr gelingt. Es treibt mich schwimmend rechts in die Felswand, mein Boot folgt unaufgefordert.

Das Paddel schwimmt draußen davon.

Das leichte Spielboot ist ruckzuck ausgeschüttet, rein ins Boot und zusammen mit dem anderen Paddler, der jetzt auch wieder im Boot sitzt jagen wir dem Paddel nach.

Im nächsten Schwall ist nichts zu sehen. Wir paddeln die Ufer ab. Auch hier ist nichts.

Also fahre ich halt ohne weiter und hoffe es irgendwo zufällig zu sehen.

Zwei Stellen und das Wehr umtrage ich. Ich habe zu früheren Zeiten zwar schon mal die Murg absichtlich ohne Paddel geschafft, aber das war in jüngeren Jahren.

Mittlerweile sind auch die ganzen lokalen Feierabendpaddler eingetroffen.

Niemand hat mein Paddel gesehen. Ich steige nochmal  zur Neunerstufe ab und suche das vernachlässigte linke Ufer ab.

Auch hier ist nichts zu sehen.

Am Abend darauf, zuhause nach einem normalen Arbeitstag, dann ein Anruf.

Das Paddel wurde gefunden und steht in Karlsruhe zur Abholung bereit.

Selbe Woche, Freitag.

Jojo aus unsere Paddelgruppe will zur Murg.

Natürlich möchte ich gar nicht paddeln. Aber da mein Paddel ja in Karlsruhe wartet, muß ich das wohl tun..........

Mit freudigem Gesicht geht es wieder ins Murgtal.

Es dürften nur so 24 m³ Wasserabgabe ab Kraftwerk Forbach sein.

Jojo ist unterfordert. Die haltkräftige Neunerstufe suchen wir bei dem Wasserstand vergebens.

Wir tragen zurück, um die Stufe gleich nochmals zu fahren.

Wie peinlich, in dem Teil bin ich am Montag geschwommen....

Weitere Berichte zur Murg und Beschreibungen der befahrbaren Teilabschnitte finden sich hier

Vielen Dank an Bianca Banschbach für die Fotos und den Bericht!

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