Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muß sehn was übrig bleibt...

Autor: Markus Gurski
13.12.2010
0 / 0

Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss sehn was übrig bleibt...

 - Eine Wintertour auf der Möhne im Sauerland.

 Da wir an dem Hochwasserwochenende anderen Verpflichtungen nachkommen mussten, wollten wir das ablaufende Wasser nutzen. Nur so schnell wie das Wasser da war, so schnell war es dann auch wieder weg. Und so war nur eine Handvoll Bäche noch befahrbar. Unsere Wahl, die Möhne im nahen Sauerland. Denn Michael und ich sind sie noch nie gefahren (wollte nie einer hin), Frank und Andi waren das letzte Jahrzehnt nicht mehr dort.

mhne_einstieg_500
 
Wir entschieden uns für den Abschnitt von Heidberg bis Niederbergheim, eine Strecke von 19 km: Laut Flussführer, ist das auch der sportlichere Teil.+

mhne_einstieg_frank_500
 
Der Einstieg in Heidberg ist direkt an einer großen Holzhandlung und hat somit genug Parkplätze. Einsteigen und los. Die Möhne ist hier erst mal recht eng und weist sehr viele Strauchhindernisse auf. Also geht es mit einem Naturslalom los, der nicht zu unterschätzen ist.
 mhne_strucheri_500
 

strucherii_500

Unterbrochen wurden die Strauchabschnitte von kleineren Schwallstrecken, Stufen und leichten Wehren. Auf diesen Teilstrecken wurde die Möhne auch breiter, aber auf keinen Fall verliert sie dabei an Strömung.
 
 mhne_schwall_frank_500

mhne_wehr_belecke_500

Wobei, das Wehr in Belecke ist mit viel Materialeinsatz befahrbar, so wie ich es leider an meinem Boot feststellen konnte. Mit mehr Wasser ist diese Stelle bestimmt Top und würde mit Sicherheit eine super Wildwassereinlage bieten, aber so.

mhne_michael_umtrgt_500
 
Der einzig vernünftige in unserer Truppe war Michael, der hat umtragen.

mhne_paddeln_500
 
Die Fahrt gestaltet sich im Großen und Ganzen so wie schon beschrieben. Schwallstrecken und leichte Stufen. Bis wir in dann doch noch eine sportliche Einlage erleben durften.
Dieses Steinwurfwehr ist ca. 3 KM nach Belecke.

mhne_steinwurf_i_500
 
Bei der Anfahrt ist nicht sofort erkennbar, welches die richtige Seite ist. Wir sind hier auf Sicht gefahren und haben uns für die linke Seite entschieden.

mhne_steinwurf_frank_500
 
Die Stufe ist über einen Schwall gut fahrbar. Bei diesem Wasserstand sogar ohne Steinberührung.

mhne_steilwehrrampe_frank_500
 
Ab dem Steinwurfwehr gerechnet, nach ca. 3 KM, folgt ein Steilwehr. Es ist auch fahrbar. Am besten links, über eine Rampe. Aber wie heißt es doch, Wehre sind kein Wildwasser.
Dies war dann auch die letzte sportliche Einlage.

mhne_steilwehrrampe_ich_500


Ab Allagen beginnt ein Waldstück bis zu unserem Ausstieg in Niederbergheim. Ich habe es mir verkniffen, auf diesem Stück Bilder aufzunehmen, ich kann dieses Stück auch nicht empfehlen. Auf einer Strecke von ca. 4 KM liegen so viele Bäume im Wasser, die eine Durchfahrt so gut wie unmöglich machen. Immer wieder müssen wir aus dem Booten und einen Baum umtragen. Dies gleicht fast einer Schlammschlacht.

mhne_ausstieg_500
 
Nachdem wir dann endlich das Ziel in Niederbergheim erreicht hatten, kommentierte Frank die Fahrt damit, dass er jetzt wieder wüsste, warum er fast ein Jahrzehnt nicht an der Möhne war.... Aber egal, wir hatten top Wetter und wenn wir die Fahrt in Allagen beendet hätten, wäre dies auch insgesamt eine super Tour gewesen.

Text und Bilder: magu

Voriger Artikel

Buchbesprechung: Egal - Hauptsache Bach

Nächster Artikel

Eine vorweihnachtliche Wintertour auf der Murg