Wildwasserrodeo an der Erft - Nasser Matsch und Wunderkajaks im Warmwasser

Autor: Thomas Hinkel
12.03.2013
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Nasser Start der Rodeosaison 2013 am Wiesenwehr der Erft

 - Die deutschen Walzenjunkies sind mit dem traditionsreichem Erft-Rodeo in die Saison gestartet.

Bei Dauerregen und matschigen Wiesen hatten die zahlreichen Zuschauer zwar nicht lange trockene Füße, bekamen aber einiges an spektakulären Tricks zu sehen. Denn immerhin sorgte der Regen für einen optimalen Wasserstand, den die knapp 70 Starter zu nutzen wussten.

Und dank industriellem Einfluss erreicht die Erft bei Neuss schon im März eine Wassertemperatur von 15°C, so dass hier niemand frieren musste.

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In der Walze flogen einem die Punkte förmlich um die Ohren. Ultrahohe Airloops, blitzsaubere McNastys und rasante Cartwheel Kombinationen brachten die Jury ins schwitzen.

Gefahren wurde im Sessionsystem: gestartet wird in fünfer Heats, dieser hat 10 Minuten Zeit und jeder darf so oft in die Walze fahren wie er kann. Dabei zählt jeder Trick innerhalb der Session einmal.

Die hohe Leistungsdichte wurde von dem Trend untermauert, der sich durch alle Bootsklassen zog: Keiner der in den ersten Runde das Feld dominierte, konnte am Ende den Sieg holen.

Bei den Juniorinnen setzte sich im Finale EM Teilnehmerin Lisa Hasselwander gegen Julie Mammitzsch durch, welche in den Vorläufen noch vorne lag.

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Auch bei den Damen wurden die Plätze im Finale noch mal durchgemischt. Am Ende stand Iris Vaelminch vor Philomena Barger und Irene Kaasoek auf dem Treppchen.

Gleiches galt für die Junioren. Hier siegte in den Vorläufen etwas überraschend Lane de Meulenaere.

Der Belgier musste sich im Finale aber dem wieder erstarktem Yannick Münchow unterordnen.

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Bei den Herren rechnete eigentlich keiner damit, dass jemand den zweifachen Titelverteidiger Paul Meylahn schlagen würde. In den Vorläufen und im Halbfinale fuhr er auch ganz souverän der Konkurrenz davon. Und selbst im ersten Head-2-Head Finale erreichte keiner diese Leichtigkeit, mit dem er die Walze durchpflügte.

Doch dann, im zweiten Head2Head Finale verließen ihn die Kräfte. Zur allgemeinen Überraschung musste Meylahn das Handtuch werfen und verpasste damit sogar Bronze.

Einige Experten munkelten am Rande, Meylahn habe die Zeichen der Zeit verpasst auf ein Kohlefaser-High-Tech-Boot umzusteigen. Die drei Topplatzierten jedenfalls setzten bereits auf die neuen Wunderkajaks.

Max Münchow siegte vor Christoph Kleemann und Jörn Hüsch.

Bericht: Thomas Hinkel

Fotos: Felix Pfüller

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