Obere Deza (Recorrido Clásico)

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Obere Deza (Recorrido Clasico)

- Die Deza bietet den idealen Einstieg für eine Galizientour, wenn man mit dem Flieger in Santiago de Compostela landet. Zwar nehmen in Galizien viele Wege mehr Zeit in Anspruch als man denkt, aber zur Deza ist es wirklich nicht weit. Außerdem ist hier auch noch Wasser anzutreffen, wenn viele andere Bäche der Region schon trocken sind. Man erreicht den Fluss auf der N525 von Santiago in Richtung Südost (Richtung Ourense) (diese Nummer ist auf Karte und Schildern identisch ansonsten ist bei Straßennummern wie auch bei Ortsnamen etwas Toleranz gefragt, die Michelin-Karte stimmt oft nicht mir der Realität bzw. den Schildern überein. Bei den Ortsnamen liegt dies am Unterschied zwischen der galizischen Sprache und dem Spanischen, bei den Straßennummern aber …). In Bandeira muss man links in Richtung Merza abbiegen. Kurz vor einer Straßenbrücke geht es links runter zum Fluss (der Weg endet an einem kleinen Kraftwerk), hier ist der Ausstieg. Wer den Weg zum Ausstieg runtergeht, kann sich dabei gleich die letzte Stelle, eine etwa 2,5 Meter hohe Stufe ansehen. Zum Einstieg gelangt man, indem man der Straße weiter folgt, nach dem Ort Merza rechts abbiegt und schließlich den Schildern zum Kloster (Monasterio de Carboeiro) folgt.

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Die ersten Meter nach dem Einstieg

Der erste Teil der etwa 6 km langen Strecke ist relativ einfach, bietet aber einige schöne Katarakte (WW III). Allerdings kann bereits dieser Teil bei sehr hohen Wasserständen sehr wuchtig werden, dann wird es weiter unten knackig… Bei `normalen´ Mittelwasser (einen Pegel kenne ich nicht) können auf diesem Abschnitt auch Leute mitfahren, denen ansonsten viele Bäche in Galizien zu schwer sind. Nach etwa der halben Strecke passiert man eine Brücke, danach befindet sich am rechten Ufer eine Wiese mit Grillplätzen und einem (im Winter trockengelegten) Schwimmbad. Hier trifft auch die Straße den Fluss, eine Möglichkeit bei Hochwasser vorzeitig abzubrechen oder auch erst einzusteigen (wenn das Wasser für das Obere Stück zu knapp erscheint).

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Einer der ersten Katarakte der Schlucht bei einem eher niedrigen Pegel

Ab jetzt wird es deutlich sportlicher. Auch wenn an dieser Stelle das Wasser etwas knapp erscheint: solang man den kleinen Schwall am Schwimmbad noch halbwegs ohne zu rumpeln befahren kann, macht der Rest richtig Spaß! Es folgen viele tolle, wuchtige Katarakte, bei viel Wasser mit ernst zu nehmenden Walzen (WW IV).

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Ein paar verregnete Tage später bei mehr Wasser

Eher gegen Ende der Schlucht kommt eine Stufe (ca. 2m) bei der es gilt, auf einer Zunge von rechts nach links ein Presswasser zu passieren und dann nach rechts raus zu paddeln. Vorsicht: hier zieht bei guten Wasserständen die Strömung auf einen Siphon am linken Ufer. Von oben kommend erkennt man die Stufe, weil sich die Schlucht öffnet und die Straßenbrücke schon hinter der Stufe zu sehen ist.

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Nach dieser Stufe zieht die Strömung bei guten Wasserständen kräftig nach links in Richtung Siphon

Schließlich folgt noch die anfangs erwähnte Stufe, die man von oben kommend an der Flussteilung erkennt. Man wähle den rechten Arm und befahre diesen auf der linken Seite – den Autoboof kann man eigentlich kaum verfehlen…

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Abschlussstufe bei gutem Wasserstand

Fazit: Second Run – Twice the fun…

Kurzbeschreibung:

Einstieg: Am Kloster (Monasterio de Carboeiro – Schildern folgen)

Ausstieg: Am Kraftwerk unterhalb der Straßenbrücke die man passiert wenn man von Bandeira nach Merza fährt.

Länge: 6km

Schwierigkeiten: 4,3,B

Besondere Gefahren: bei Hochwasser ist von der Schluchtstrecke abzuraten, Syphon am Ende der Schlucht.

Beschreibung: Sven & Schlotti

Paddler: Gunnar & Schotti

Bilder: Sven

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Facts

Land Spanien
Ort Einstieg Santiago de Compostela
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Wuchtwasser
Niederwasser 6
Mittelwasser 6
Schwierigkeiten
(nach Addison)
IV|3|B - IV+|3|B