Cracauer Wasserfall Magdeburg, Sohlschwelle

Autor: Jan-Peter
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Der Cracauer Wasserfall – Die größte Spielstelle Deutschlands

Plattling ist schon recht groß. Aber der Cracauer Wasserfall ist mindestens doppelt so groß und liegt auch noch im Norden. Wer wird denn da neidisch werden...

Bewegte Bilder im Windows Media-Player Format gibt es hier: (2min)


Klaus Koch haut rein. Weiter nach rechts sollte man aber nicht! Ein 7m Rücklauf lauert

In der 200 Meter breiten Stufe der Elbe in Magdeburg können locker 50 Playboater einen Parallel-Cartwheel-Wettbewerb austragen, ohne dass es eng wird. Nur Chancengleichheit für alle ist dann nicht gegeben: Je nach Wasserstand ist in der Mitte um eine schnelle Ablaufzunge ein bis zu 7 Meter langer Rücklauf, den es abzureiten oder zu wheelen gilt. Schwimmen ist hier mit ziemlicher Sicherheit lebensgefährlich wenn nicht sogar tödlich. Wer an diesem Wehr paddelt, muß absolut sicher sein, in allen Lagen rollen zu können und darf sich auf gar keinen Fall so aufmischen lassen, dass er aussteigen muß. Eine Rettung von Land aus ist wegen der Entfernung bei einem derart großen Playspot auszuschließen und raustauchen wohl nur sehr schwer möglich. Anwohner erzählten uns von Befahrungen mit Schlauchbooten, die tödlich für die Befahrer endeten. Also kein Playspot für Anfänger, sondern nur für absolute Könner. Wer nicht absolut sicher weiß was er tut, sollte diesen Beitrag als Warnhinweis verstehen, und nicht als Anregung dort zu paddeln.


Nils im Pyranha S6-200


Richtige Action im Rücklauf. Aussteigen und Paddelverlust VERBOTEN!

Wer es aber kann und sich traut, mit richtig viel Wasser zu spielen, dem bieten sich interessante Möglichkeiten: Spins und Meilensurfen neben dem Hardcoreloch. In genau diesem Loch, Klaus nannte es wegen seiner fiesen Strudel spontan "Eye of the Dragon", wheelen, blasten, loopen, und und und. Auf der anderen Uferseite des Wehres, noch gerade ohne Fernglas zu sehen, beginnt die Walze moderat, zur Mitte hin wird sie immer stärker und rückläufiger. Hier kann man in einem Minirücklauf leicht zu wheelen beginnen und sich immer mehr steigern. Das Wasser ist so tief, dass man praktisch nie Grundberührung hat, mit kleinen Spielbooten eh nicht. Selbst mit dem Rockit waren Überschläge ohne Probleme möglich.


Jan-Peter im Rage auf der anderen Flußseite. Hier ist der Rücklauf gering.

Ob man überhaupt Playboaten kann oder hier besser ins Faltboot für eine mehrtätige Tour Richtung Hamburg steigt, ist vom Wasserstand abhängig, ab 350 beginnt das Wehr überzulaufen, ein guter Pegel herrscht zwischen 400 und 500 cm. Im ARD-Fernsehen kann man sich im Videotext Seite 696 über den aktuellen Pegelstand und die Tendenz informieren, im Internet bei www.wetteronline.de/pegel/Elbe/Magdeburg.htm


Nils im S6

Für Norddeutsche Playboater ist der Spot schnell in etwas über 2 Stunden von Hamburg aus zu erreichen. Von Hannover und Braunschweig ist es nur ein Katzensprung bis Magdeburg, hier folgt man den Wegweisern zum Rotehornpark und dort zum Parkplatz des MDR. 20 Meter vom Parkplatz kann man direkt am Wasserfall einsteigen. Aber bitte immer dran denken:

DAS DING IST ABSOLUT LEBENSGEFÄHRLICH UND DESWEGEN NUR ETWAS FÜR KÖNNER!!!


Jan-Peter auf der Welle

Rodeoanfänger dürfen höchstens einen ehrfurchtsvollen Blick von der 235 Meter langen Brücke darauf werfen. Von dort sehen sie auch die Schilder am Ufer, die das Betreten und Benuten des Betriebsgeländes strompolizeilich verbieten. Dafür gibt es gleich nebenan einen Softeiswagen und Einkehrmöglichkeiten fürs Apres-Paddeln und einen richtig dollen Mc Donalds.

 

Jan-Peter
Bilder by Jan-Peter & Hermann Grube

Vorige Beschreibung

Koritnica, Unterhalb Festung bis Socamündung

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Klammstück

Facts

Land Deutschland
Bundesland Sachsen-Anhalt
Ort Einstieg Magdeburg
Ort Ausstieg Magdeburg-Cracau
Klassifizierung Playspot
Kategorie Wuchtwasser
Niederwasser 300 cm
Mittelwasser 350 cm
Hochwasser 400 cm
Schwierigkeiten
(nach Addison)
II|4|A - IV|6|B