Oberster Fium Orbo, 1. + 2. Abschnitt

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Oberster Fium Orbo

Zur obersten Einstiegstelle des Fium Orbo kommt man, wenn man der D 344 über Ghisoni bis Cavo folgt. Man durchquert den Ort, und folgt nach zirka 500m einem steilen Stichweg Richtung Bach. Anfangs geteert geht der Weg später bald geschottert bergab. Bei einem kleinen Parkplatz, der links im Wald auftaucht sollte geparkt werden. Die restlichen 300m zum Bach sind in sehr schlechtem Zustand, prinzipiell aber fahrbar. Parken ganz unten nur nach Rückfrage, da es ein Privatgrund ist. (Vorsicht, Pit Bull!!) Der Bach selbst beginnt anfangs relativ angenehm, und gönnt einem eine Einfahrzeit. Immer wieder würzen kleine Abfälle das Erlebnis. Nach ungefähr einem Drittel der Strecke folgt ein langer, heftiger Katarakt.


Anschi auf dem oberen Fium Orbo


Anschi im Katarakt auf dem oberen Fium Orbo, Toni sichert


Anschi im Katarakt auf dem oberen Stück

Das Umtragen ist links sehr mühsam möglich. Danach geht es etwas heftiger zur Sache. Die Stufen werden deutlich höher, die Anfahrten verwinkelter und komplizierter. Nach einem Abfall bei einem sehr großen Felsblock auf der linken Seite geht es Schlag auf Schlag. Die nächste Durchfahrt, erneut an einem riesigen Felsen (der dieses Mal rechts liegt) vorbei, muss exakt genommen werden, da dahinter eine Unterspülung lauert.

Kurz danach folgt der große Höhepunkt und zugleich der Abschluss der obersten Strecke, ein gut 5m hoher Abfall in ein Tosbecken mit sattem u-förmigen Rücklauf. Diese Stelle sollte abgesichert werden.


Der "Doppelhüpfer" vor der Rakete


Der Abfall in die Klamm vor der Rakete. Von uns ist allerdings keiner gefahren.

100m später muss kurz vor einer kleinen Brücke rechts ausgebootet werden, da die folgende Wasserfallklamm nur bei Idealwasser gepaddelt werden kann. (WW VI) Wer will kann kurz vor dem Ende der Klamm einen Felsstart in den ruhigen Gumpen machen, und von dort aus den Abschluss dieser Klamm, die legendäre "Rakete" in Angriff nehmen. Bei der Anfahrt kann praktisch nichts schief gehen, tief Luft holen, und ab geht es in die Tiefe.


Anschi in der Anfahrt zur Rakete

300m Zwischenstück

Nach der Rakete muss man den Orbo aber leider schon wieder verlassen, denn die folgenden 300m sind aufgrund eines Siphons und von extremen Unterspülungen unfahrbar und müssen links wirklich mühsam Umtragen werden. Am Ende dieser Klamm kann man (sehr steil, ev. mit Wurfsackhilfe) zum Bach absteigen. Es folgt klassisches Orbowasser, Pool, Drop, Pool, Drop….. in der Regel ist aber alles fair und mit langem Hals zu fahren, die Schwierigkeiten bewegen sich in diesem Abschnitt immer bei gut IV+. Gegen Ende dieses Teils, kurz bevor man zum Einstieg der Standardstrecke kommt, lauert allerdings noch eine fiese Stelle. In einer markanten Rechtskurve liegt eine große Felsplatte, die man überfahren muss. Diese Platte unbedingt äußerst rechts anfahren, denn auf der linken Seite geht es ab in einen Siphon. Danach beruhigt sich der Orbo ein wenig und es geht ein wenig offener und leichter dem Einstieg bei der verfallenen Brücke entgegen.

Beschreibung: Toni
Fotos: Darko & Toni

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Facts

Land Frankreich
Ort Einstieg Bastia
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Offener Wildbach Klamm
Schwierigkeiten
(nach Addison)
III+|2|B - V+|4|C