St. Nikolai - Stausee

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Große Sölk, Steiermark

Die große Sölk ist ein spritziger Gebirgsfluss in den niederen Tauern mit einer kurzen Klamm vor Mössna und einer großen Schlucht nach dem Stausee. Der Bach führt fast immer genug Wasser für eine Befahrung der kurzen, dennoch sehr lohnenswerten Mössnaschlucht. Kurz danach folgt ein Stausee mit anschließender Staumauer. Diese Wasserableitung zweigt hier fast die ganze Wassermenge ab und lässt eine Befahrung der großen, äußerst schweren Schlucht, leider nur sehr selten zu.


Stocki in der Eingangsstufe der Mössnaschlucht

Location: Sölktal, St. Nikolai

Anfahrt: Von Salzburg aus über die A1 (Westautobahn) und später über die A10 (Tauernautobahn) ins Ennstal fahren. Von dort aus in Richtung Schladming und dann über die E 651 (Ennstal-Bundesstraße) nach Stein an der Enns. Bei einer Kreuzung in Richtung Sölkpass bis St. Nikolai fahren. Parkmöglichkeiten gibt es am Ende der Ortschaft (bitte keine Einfahrten zuparken!!)

Nach dem Einstieg in St. Nikolai, geht es auf dem ersten Kilometer zunächst auf lustigen, bei NW, eher steinigen WW 2-3+ durch eine kleine Waldschlucht. Dieser erste Kilometer macht Spaß und eignet sich wunderbar zum Einfahren, dennoch sollte wegen möglichen Baumhindernissen auch hier schon vorausschauend gepaddelt werden.


Die Strecke oberhalb der Schlucht eignet sich ideal zum Warmpaddeln Paddler: Robert


Paddler: Stocki

Über zahlreiche kleinere Stufen und Katarakte geht es in Richtung Schluchteingang. Schnell hat man das letzte große Kehrwasser vor der Schlucht erreicht. Wer will kann von hier aus zur Brücke hoch „klettern“ und sich die Schluchtstrecke noch einmal anschauen, jedoch ist dies sehr mühsam.
Aus dem Kehrwasser heraus ist es am besten wenn, man sich gleich links hält, da die Eingangsstufe auch links zu fahren ist. Auf der rechten Seite sah sie, zumindest bei unserem Wasserstand, eher steckgefährlich aus. Unmittelbar nach der Stufe, befindet sich links auch gleich ein großes Kehrwasser, in dem man zusammenwarten bzw. verschnaufen kann. Hier empfiehlt es sich auszusteigen um die anschließenden Stufenkombinationen zu besichtigen.


Robert paddelt in Richtung Eingangsstufe


Die Eingangsstufe

Es folgt ein ca. 1,5 m hoher Absatz, 2 kräftige Walzen und eine ziemlich rückläufige Ausgangsstufe. Die beste Route ist, wenn man den 1,5 hohen Abfall Mitte links fährt, sich dann bei denn zwei kräftigen Walzen Mitte rechts hält und die Ausgangsstufe links hinausbooft.


Der 1,5 m Abfall und die Folgestrecke


Alex im Wurmkanal


Robert in der Ausgangsstufe

Danach geht es auf leichtem WW 2 (Vorsicht Bäume) bis zum Ausstieg.

Fazit: Obwohl die eigentliche Schluchtstrecke nur 500 m lang ist, lohnt sich eine Befahrung auf jeden Fall. Außerdem wer sagt denn, dass man nur einmal einbooten darf. ;-)

Allgemeininfo Große Sölk

Charakter: Steiler Stufenbach in einer kurzen Schlucht
Einstieg: Am Ortsende von Sankt Nikolai, bei einer kleinen Brücke
Schwierigkeiten: WW 3 bis 4+ (bei NW)
Pegel: Laut DKV bei einer Brücke in Fleiß: MW: 170, HW: 210, Idealwasserstand: 190, alle Pegelangaben laut DKV. Wir haben den Wasserstand selbst eingeschätzt.
Gefahrenhinweise: Bäume, zu hoher Wasserstand, die Einfahrtsstufe ist rechts steckgefährlich
Tipp vor der Fahrt: Die Besichtigung der gesamten Schluchtstrecke ist am rechten Flussufer problemlos möglich und ratsam
Ausstieg: Kurz vor dem Stausee

Beschreibung: Stocki
Alle Fotos: © Alex Meindl, paddeln.at

Die Fotos entstanden bei einem niederen Wasserstand, bei viel Wasser wird die Mössnaschlucht sicherlich schwerer und vor allem wuchtiger.

Vorige Beschreibung

Rindbachklamm

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Waldschlucht

Facts

Land Österreich
Ort Einstieg Admont
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Sturzbach Klamm
Niederwasser 170
Mittelwasser 190
Hochwasser 210
Schwierigkeiten
(nach Addison)
III|2|B - IV+|3|C