Dolomitenwelle Lienz

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Playspot in Osttirol – Die Dolomitenwelle in Lienz

Die Isel ist ein beliebter Wildwasserfluß sowohl für fortgeschrittene Anfänger im unteren Teil ab Ainet als auch für Playboater ab der Ortschaft Huben mit unzähligen Wellen und Walzen. Schweres Wildwasser gibt es im Iselkatarakt und den oberen Schluchten im Virgental.


Hannes Reider shreddet die Dolomitenwelle

Wenn es aber ein paar Tage heftig regnet, das Hochwasser braunschwarz mit Baumstämmen garniert zu Tal rauscht, dann könnte ein günstiger Pegelstand für die Dolomitenwelle in Lienz sein. Sie befindet sich ein paar Meter oberhalb der Brücke der Pfarrgasse direkt an der HTL-Fachhochschule. Hier kann man auch parken und sein Boot die paar Meter runter ins Kehrwasser zum Einstieg tragen.


Local Thomas Zimmermann in Action

Der Pegel im Lienzer Stadtgebiet sollte schon mindestens 3,30 m anzeigen, damit auf dieser Welle Spaß aufkommt. Bei niedrigeren Wasserständen ist es eher ein kurzer steiler Brecher, der einen beim Durchfahren ordentlich naßmacht, Spielpotential besteht dann aber kaum.

Bei einem Pegel von 3,70 m ist das schon ganz anders: Der Fluß kommt mit hoher Geschwindigkeit angeflossen und bildet eine große, wirklich sehr große brechende Welle, auf der für Könner alle modernen Moves machbar sind.

Es sollten sich allerdings wirklich nur Könner oder Locals bei diesem Wasserstand mit der Isel anlegen, weil ein Ausstieg nach mißglücktem Rollversuch hier ernsthafte Folgen haben kann: Man schwimmt durchs ganze Stadtgebiet von Lienz, aufgrund der hohen Ufermauern im kanalisierten Flußlauf ist ein Rauskommen vor der nach 400 Metern folgenden natürlichen Schrägstufe mit Walze kaum möglich. Wahrscheinlich wird dann aber vorher schon von aufmerksamen Passanten die Wasserrettung alarmiert, deren Einsatz den Schwimmer recht teuer kommen kann, wenn er die Kosten des Einsatzes erstatten muß.

Es ist aber auch schon unter normalen Umständen, also im Boot sitzend, schwierig, nach Verlassen der Welle ins Kehrwasser zu kommen, in den meisten Fällen kann man noch so kraftvoll paddeln, die schnelle Strömung reißt einen gleich zig Meter mit in den kanalisierten Teil, bis das Ufer erreicht ist.

Die Locals haben dafür eine interessante Methode entwickelt, wieder an Land zu kommen: Von der Mauer wird ein Wurfsack dem sich unten festhaltenden Paddler zugeworfen, der Karabiner in den vorderen Bootsgriff eingeklinkt und das Boot so am Surfen in der Strömung gehalten. Der Paddler steigt aus, klettert die Mauer aus Natursteinen hoch, danach wird das Boot an der Leine nachgezogen.An der Dolomitenwelle ist also echtes Teamwork gefragt....

Jan-Peter

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Facts

Land Österreich
Ort Einstieg Lienz
Ort Ausstieg
Klassifizierung Playspot
Kategorie Welle Walze
Niederwasser 330
Mittelwasser 345
Hochwasser 390
Schwierigkeiten
(nach Addison)
III|2|A - III+|3|D