Jölstravatnet bis Huldrefossen

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 - Die Jölstra ist ein Muss für jeden Kajakfahrer, der sich in Sogn og Fjordane aufhält.
Sie ist eine traumhafte Mischung aus Wasserwucht, Blockschwallkatarakten und Grundgesteinsrutschen, für jeden richtig, der sich auf WW 4+ wohlfühlt.

Wir haben die Jölstra vom Ausfluss aus dem Jölstravatnet bis kurz vor Mo auf einer Strecke von ca. 9 Km befahren.


Den Pegel findet man, wenn man auf dem Weg zum Ausstieg  fährt. An der Kreuzung bei Moskog biegt man links zum Gaulafjell ab. Hat man die Jölstra überquert geht es gleich wieder rechts auf einer kleinen Straße den Fluss entlang. Nach ca. 80m in mitten eines schönen Pools befindet sich dann der Pegel. Fährt man diese Straße weiter kommt man auch zu 3 wunderschönen Grundgesteinsrutschen und zu dem von uns vorgesehenen Ausstieg .

Nun gut, aber erst mal zum Einstieg. Der befindet sich, wie schon erwähnt, am Ausfluss des Jölstravatnet  in Vassenden . Gleich an der Straße befindet sich ein kleiner Parkplatz, hier haben wir uns umgezogen und sind dann an einem Steg gleich unterhalb des Parkplatzes in den See eingestiegen. 
 
4ae5d85281f842_07783210_500 Der Betonsteg am Einstieg

 

 4ae5d854e68ac4_99646595_500noch mal der Einstieg

Von hier aus paddelt man nur noch wenige Meter über den See bis eine Bojenkette kommt. Hat man diese hinter sich gelassen wartet auch gleich schon der erste Katarakt.


Obacht! Hat die Jölstra viel Wasser (Pegel über 1,60 m ) stehen hier schon die ersten Walzen, die man besser umfahren sollte.

Schnell geht es weiter, Strömung und Wellen sind super, wenn von links ein kleiner Bach mündet, kommt der erste schöne Geröllschwall. Nach dem Schwall ist etwas Vorsicht geboten, kann man auf der rechten Flussseite einen Campingplatz sehen, folgen 3 kleine Stufen in Abständen von vielleicht 50m.

Die Stufen sind zwar nicht hoch können aber bei den richtigen Wasserständen fiese Rückläufe bilden. Also schaut euch hier die Linien besser vorher mal an. Danach geht es eigentlich ohne nennenswerte Schwierigkeiten weiter, bis das Wasser fast steht und man einen  kleinen See überfahren muss.


Kurz nach dem See, wenn der Fluss wieder auf die Strasse zu  fließt und eine Rechtskurve macht, kommt meiner Meinung nach die gefährlichste Stelle der Jölstra . Hier muss  man sich unbedingt ganz rechts halten.


An dieser Stelle befindet sich eine Stufe, zwar nur ca. 2.5 m hoch, aber aus ihrem Rücklauf wird man auch mit fremder Hilfe nur schwerlich wieder heraus kommen.

 

4ae5d856d66f94_54737954_500der gefährliche Rücklauf

Den linken Arm zu nehmen ist echt lebensgefährlich. Trotzdem muss man hier nicht umtragen, fährt man, wie schon gesagt, ganz rechts, ist die Stufe auf einer schönen Rutsche zu umfahren.

 

 4ae5d859017e73_22182551_500die rechte Rutsche um dem Rücklauf  aus dem Weg zu gehen

 

 4ae5d859ba9468_17971101_500Ideallinie auf der Rutsche

Diese Stelle befindet sich direkt an der Straße und sollte vorher unbedingt besichtigt werden.

Nach dieser Stelle geht es munter weiter, es folgen wunderschöne Wellenzüge unterbrochen von Blockschwallkatarakten.

Als sich der Fluss wieder teilte, sind wir den rechten Arm entlang der Straße gefahren. Ob der linke auch befahrbar ist, kann ich nicht sagen, aber wenn ihr ihn ausprobiert, seht ihn euch auf jeden Fall vorher an.   


Ab hier ist die Jölstra eigentlich ein ununterbrochener Wellenzug oder besser Katarakt der abwechselnd mal leichter und mal schwerer wird.

 

4ae5d8a7edd737_64482953_500eine Stelle zum Verschnaufen


Ein tolles Stück, das man auch schon von der Straße aus sieht, folgt ziemlich bald, markant ist hier eine Betonbrücke über den Fluss, die man auch bereits bei der Anfahrt sieht. Das Ende des Katarakts ist erreicht, wenn am rechten Ufer ein kleiner Steg auf eine Felsinsel führt.


Wir sind dieses Stück in der Mitte des Flusses angefahren und sind es dann in einem langem „S“ von rechts nach links befahren.  

 
Doch aufgepasst, es geht schnell weiter.


Wenn die Jölstra sich wieder von der Straße trennt, geht es noch mal richtig zur Sache. Hier wird in sehr vielen Flussbeschreibungen erneut vor einer rückläufigen Stufe gewarnt und das zu recht.

 
Die Stufe ist zwar auf keinen Fall so gefährlich wie die erste rückläufige Stufe, aber dadurch auch schwerer zu erkennen.


Bei unserem Wasserstand (ca. 1.65 m) ist diese Stufe auf der rechten Flussseite fahrbar gewesen. Sie sollte aber auf jeden Fall gut abgesichert werden.


Umtragen und besichtigen lässt sich diese Stufe gut auf der linken Seite. Wie die Verhältnisse bei weniger Wasser sind, muss sich jeder vor Ort selber ansehen.

Nach dieser Stufe wird es wieder leichter, bis man dann zum Stakallefossen gelangt. Der Fluss wird vor dem Fossen ganz ruhig und die Abbruchkante, die von einer künstlichen Mauer gebildet wird ist, gut zu sehen.


Es wird hier sogar mit  Schildern gewarnt.


4ae5d8af5c7250_95831046_500der Stakallefossen mit anschließendem Katarakt

Auf welcher Seite es besser ist ,den Fossen zu umtragen, kann ich nicht sagen. Wir haben die Hauptstufe samt dem folgenden Katarakt rechts über ein Paintball Spielfeld umtragen. 
Dies war aber eine sehr mühsame Prozedur.

4ae5d8b3c2e398_64260215_500und nochmal

 

4ae5d8b606f578_01965268_500der Katarakt nach dem Fossen, von oben.

Ab Pegel 1,80 m soll der Katarakt nach dem Fossen fahrbar sein. Im letztem Jahr sind wir bei weit niedrigerem Pegel gefahren als dieses Jahr. Trotzdem floss mehr Wasser den Fossen und auch den nachfolgenden Katarakt (siehe Bilder) herunter. Dieses Jahr war leider nicht mal an eine Befahrung zu denken.

Daher würde ich sagen, die Befahrbarkeit dieser Sektion hängt weniger vom Pegel ab, sondern eher vom Wasserbedarf des Kraftwerks.


Ab dem Stakallefossen wird die Jölstra deutlich leichter, bis man an die Straßenbrücke gelangt die zum Gaulafjell führt. Die Rutsche direkt unter der Brücke ist relativ flach, so dass hinter ihr kein besonders großer Rücklauf stand.


In dem darauf folgendem Pool befindet sich der Pegel.


Ab jetzt heißt es noch mal Obacht geben. Es folgen 3 schöne Grundgesteinsrutschen in kurzen Abständen. Wenn man die Rutschen befahren sollte, empfiehlt es sich, diese von beiden Seiten aus zu sichern.

Die Rückläufe hängen auch hier wie immer stark vom Pegel ab. Die 1. Rutsche ist auf der linken Seite gut zu befahren.Wir haben danach die nächsten beiden Rutschen umtragen, da wir die Rückläufe nicht einschätzen konnten und aufgrund mangelnder Paddler (bzw. Absicherungspersonal) die Stellen auch nicht richtig hätten sichern können.

Im Vorjahr bei einem Pegel  so um 1.40m,  waren die 2. und 3. Rutsche ziemlich rechts fahrbar.


Nach den Rutschen macht die Jölstra noch eine Linkskurve und fließt dann auf eine Wiese zu, hier sind wir ausgestiegen und haben unsere Tour beendet. Optional kann man auch noch etwas weiter fahren, bis man links den Huldrefossen sieht. 

Am besten, man fährt gleich noch mal, denn jetzt kennt man die gefährlichen Stellen und die Fahrt ist wesentlich entspannter und macht noch mehr Spaß als beim ersten Mal.  


Kurzbeschreibung:

Einsatz: Ausfluss aus dem Jölstravatnet in Vassenden.

Aussatz: kurz vor dem Huldrefossen.

Pegel: Im Pool nach der Straßenbrücke  der E 13 zum Gaulafjell.

Länge: ca. 9 Km.

Charakter: wuchtig, zum Teil mit Verblockung.

Schwierigkeiten: bis WW 4+.

Gefahren: zuviel Wasser ( Pegel deutlich über 1.60m ), Walzen.

Fahrbarkeit: wahrscheinlich ganzjährig

 

Text und Fotos: Legolas

 

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Facts

Land Norwegen
Ort Einstieg FØrde
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Offener Wildbach
Niederwasser 120
Mittelwasser 145
Hochwasser 160
Schwierigkeiten
(nach Addison)
III|1|B - IV+|2|B