Lammeröfen

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Lammeröfen

Schwierigkeiten:
Lammeröfen IV (+)

Pegel:
Lammeröfen: NW 130 MW 155 HW > 185 cm


Der Eingangskatarakt

Nach einer leichten Linkskurve nähert man sich dem Eingangsfall, einem knapp 1 m hohem Abfall mit relativ starkem Rücklauf. Ab hier sind die Wände senkrecht, es besteht praktisch keine Möglichkeit mehr anzulanden und auszusteigen. Nach dem Eingangsfall geht es über in den Eingangskatarakt mit seinen 3 satten Löchern, die einen Paddler je nach Wasserstand ziemlich aufmischen können. In der Regel fährt man hier alles mittig/links. Ist der Katarakt geschafft, befindet man sich im Dom, einer sensationell düsteren und mystischen Halbhöhle. Hier ist mit deutlichen Pilzen und Verschneidungen zu rechnen. Am Ende des Domes wartet die "Cartwheel"- Spielstelle. Danach verschwindet der Bach in einer Linkskurve aus dem Blickfeld. Hier sollte man anlanden, und den folgenden, ziemlich heftigen "großen Katarakt" besichtigen. Die Einfahrt ist eher links zu nehmen, dann paddelt man mittig, die Ausgangswalze fährt man eher rechts (links ein sattes Loch).


Anschi im 2. Katarakt


Anschi

Nach einem kurzen ruhigeren Stück folgen die Elefantenzähne, die mit dem Kajak (rechts) kein gröberes Problem darstellen, jedoch "das" Kriterium für Rafts sind, die hier regelmäßig flippen, da die Strömung nach links außen, genau in die drei schräg versetzten "Zähne" zieht.. Hier befindet sich auch ein größeres Kehrwasser, in dem man noch einmal anladen kann, bevor es erneut in der Klamm weitergeht. Nach einem kleineren Abfall folgt das legendäre "S". Perfektionisten fahren knapp oberhalb in das Mikrokehrwasser rechts, traversieren danach von hier nach links, und lassen sich von der Schrägwalze nach rechts runter transportieren. Hier klatscht das Wasser dann voll gegen die Klammwand, und drückt einen wieder retour nach links - aufpassen auf Schulter und Ellbogen - Relativ flott geht es weiter Richtung Ausgang. Auf Höhe eines von links im Bach steckenden Baumstammes befindet sich ein weiterer, satter Stopper, ein ziemlich fieses Loch, das man tunlichst relativ weit links fahren sollte.


Zweites Loch


Drittes Loch

(Spitze nach links), um nicht rechts im kreiselnden Rücklauf zu landen. Es folgt der, je nach Wasserstand, verschieden hohe, und dadurch mit einem verschieden starken Rücklauf ausgestattete, Ausgangsfall. In der riesigen Auskolkung unter dem Fußgängersteg kann man sich kurz ausrasten, bevor es äußerst eng in einer Links-Rechts-Links-Kombination durch den Ausgang aus der Klamm ins offene Bachbett geht. Diese Stelle ist bei wirklich viel Wasser auch das Kriterium. Das geht dann sogar so weit, dass sich das Prallpolster hier so hoch auftürmt, dass man nicht mehr darüber weg kommt...................


Im Dom


Der Katarakt

Hat man aber auch diese Stelle geschafft, so kann man auf den folgenden 700 m Zahmwasser bis zur Ausstiegstelle links, kurz nach der Straßenbrücke Oberscheffau, die Highlights noch einmal Revue passieren lassen, und sich voll dem Adrenalinrausch hingeben. Bei dieser Brücke befindet sich auch ( auf der flussabwärts gesehen linken Seite ) der von uns verwendete Lammerpegel.


Das "S"


Im "S"

Ein idealer Wasserstand für die Öfen ist ab 135 - 150 cm, 145 sind eigentlich perfekt. Darüber werden die Öfen deutlich schneller, wuchtiger, aber nicht unfairer.


Kurz vor dem Ausgang

Oberes Level unserer Crew sind zirka 175cm, darüber liegt es im eigenen Ermessen jedes Paddlers, ob er eine Befahrung startet. Lebensgefährlich werden die Öfen sicher bei Hochwasser, eine Besichtigung am begleitenden Klammsteig ist sowieso immer empfehlenswert.....

Toni

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Facts

Land Österreich
Ort Einstieg Golling
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Klamm
Niederwasser 130
Mittelwasser 155
Hochwasser 185
Schwierigkeiten
(nach Addison)
IV|3|B - IV|4|B