Schwarzsee bis Fellimännli

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Litz, Teil 1: obere Litz, Abschnitt Schwarzsee bis Fellimännli

- Einen Hinweis gleich vorweg: es gibt in den zugeordneten Beiträgen keine Bilder von Booten und Paddlern. Der Beitrag beschreibt Fluss- und Bachabschnitte, die ich auf MTB-Touren und Wanderungen aufgezeichnet habe. Der Beitrag erhebt nicht den Anspruch alle Abschnitte des Flusses eingesehen und geprüft zu haben. Die Bildreihenfolge ist chronologisch von Quelle bis Mündung.

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Hier Litz direkt unterhalb des vermoorten Schwarzsees

Die Litz, oder auch Litzbach, als einziger Bach des Montafons in diversen Kanuführern mit ihrer Standardstrecke vermerkt, entspringt am Silbertaler Winterjöchle und mündet in Schruns in die Ill. Durch eine Straße mit zwei längeren Brücken ist das Silbertal von Schruns aus erreichbar. Endstation für den PKW ist dann allerdings der Ort Silbertal, bei dem auch die Standardstrecke Richtung Schruns startet. Dieser Artikel beschreibt jedoch die Litz auf einem 5km langen Abschnitt weiter oben. Sie ist paddeltechnisch mit extremen, z.T. unfahrbaren und absolut tödlichen Stellen gespickt und kann daher nicht zum Paddeln empfohlen werden!

Unten: Die Panoramakarte zeigt den Ursprung der Litz bei Langsee, Pfannensee und Schwarzsee links oben und den Ort Silbertal rechts unten

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Bergauf ab Silbertal, befindet sich die meiste Zeit über ein befahrbarer Schotterweg neben dem Bach. Dieser ist allerdings für den Verkehr gesperrt. Ausnahme: ein Wanderbus im Sommer, bzw. Anwohner und Land/Forstwitschaftlicher Verkehr. Da ab Silbertal das Europaschutzgebiet Verwallgebirge beginnt sollte man dieses Verbot auch tunlichst einhalten. Auf den Almen weiter oben (z.B. „Bäraschlag“) kann man sich auch ein Maisäß (eine alte Holzhütte) mieten. Dann ist man Anwohner. Allradantrieb ist nicht unbedingt erforderlich, aber empfehlenswert. Wer es dennoch wagen will kleine Sektionen zu befahren, kann sein Boot auch umweltfreundlich an das Mountainbike hängen.

Der beschriebene erste Bachabschnitt geht über Gafluna Alpe und Giesela Alpe bis zur Gaststätte Fellimännli (Karte links oben). Der zweite und dritte Teil von Fellimännli bis nach Silbertal. In Teil vier wird noch ein kurzer Blick auf die wenig lohnende Standardstrecke geworfen.
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Bild unten: Litz oberhalb Gafluna Alpe:
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Die obere Litz scheint wenn überhaupt, nur bei sehr guten Wasserständen im Frühjahr oder Frühsommer befahrbar zu sein. Fast alle Bilder entstanden Juni bei Pegel Schruns um die 6 m³/s .Ein eintägiger Regenguss ließ nach unserer Abreise die Pegel rapide auf 18 m³/s ansteigen. Hiervon habe ich jedoch nur Bilder aus dem unteren Teil.

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Pegel Link: http://www.vorarlberg.at/abfluss/

Weg oberhalb der Gafluna Alpe

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oberes Silbertal: gesäumt vom Malschavieler Maderer (2769m)

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Die Brücke kündet die untere Gafluna Alpe an.

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Richtung Giesela Alpe gibt es dann wieder größeres Gefälle und ein nicht immer einsehbares Bachbett. Außerdem hat sich dann die Wassermenge mittlerweile vervielfacht und man sollte -für den Fall einer Befahrung - dringend den letzten Ausstieg vor dem tödlichen Wasserfall am Fuchsschwanz wahrnehmen!

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Denn spätestens ab dieser Stelle (Bild unten) heißt es rechtzeitig vor dem Wasserfall am Fuchsschwanz runter vom Bach!
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kurzer Blick seitlich bergauf: Die ersten Weiden der Giesela Alpe. Hier kann man in einer Sennerhütte auch einkehren.

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Aussichtspunkt Fuchschwanz: hier steht man auf einer senkrechten Felswand 50m über der Litz. Diese stürzt in einem ca. 30m hohen zweistufigen Wasserfall mit Rutschencharakter in die Tiefe. Zugänglichkeit der Schlucht nur mit alpinem Equipment.

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Baumverhaue sind ein weiterer Grund auf die Gefährlichkeit der Litz hinzuweisen.

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Im Tumpf der zweiten Stufe befindet sich ein Stein, der das herunterschießende Wasser in zwei Richtungen aufspaltet.

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Und so geht es nach dem Fall weiter:

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und ab hier Bilder der unfahrbaren „Rutsche“ aus einem tieferen Blickwinkel:

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ein paar 100m talwärts mündet der Gieselabach in die Litz. Er entspringt dem Skigebiet am Hochjoch und teilt das etwas erodierte Tal zwischen Fredakopf und Grasjoch.

Gieselabach:

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Und dann ist es trotz Europaschutzgebiet auch mit der Naturbelassenheit der Litz zumindest kurzfristig einmal vorbei.

Schutz der Menschen vor Hochwasser, Eismassen und Steinschlag und Muren geht eben vor. Ein Bagger räumt das Bett vor der Rückhaltemauer aus.

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Direkt hinter der Mauer befinden sich die Gaststätten Fellimännli und etwas am Berg das Hasahüsli.

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Die bald folgenden Teile 2 und 3 beschreiben die Abschnitte Fellimännli bis Silbertal. Eine extrem schwierige stark verblockte Strecke mit mehreren Stufen.

 

Zur Litz folgende Soulboater Links:

Paddelrevier Montafon

Litz 1 (obere Litz)

Litz 2 (mittlere Litz Teil1)

Litz 3 (mittlere Litz Teil 2)

Litz 4 (untere Litz, Standardstrecke)

 


 

Text und Fotos: Uwe

Juni 2011

Vorige Beschreibung

Brücke D102 – Wehr vor St.Sauveur (Badeplatz

Nächste Beschreibung

Gasthof Fellimännli bis Bannwaldbrücke

Facts

Land Österreich
Ort Einstieg Bludenz
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Sturzbach Klamm
Schwierigkeiten
(nach Addison)
III|3|B - VI.8|6|C