Waterpark Run

Autor: Jan-Peter
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Der Mountain Rafting River ist ein durch starke Pumpen mit Wasser beschickter 650 Meter langer Rundkurs in einer 40.000 Quadratmeter grossen Landschaft aus Felsgestein, der eine Menge Surfwellen, Walzen und Wasserfalldurchfahrten aufweist.
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Leider ist die Förderanlage, um vom Zieleinlauf aus dem Unterwasser wieder zum Start zu gelangen, nur für die speziell für den künstlichen Wildbach konstruierten Rafts geeignet, so dass Kajakfahrer ihr Boot gut 300 Meter tragen müssen, um wieder zum Einstieg zu gelangen.
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Dies ist aber nur ein kleines Handicap, wenn man den künstlichen Wildbach in der ansonsten naturbedingt wildwasserlosen Lüneburger Heide zu schätzen lernt.
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Die nächsten Wildwasserkajakmöglichkeiten befinden sich nämlich erst in gut 100 Kilometer Entfernung im Kanuslalomtrainingskanal an der Bischofsmühle in Hildesheim oder noch etwas weiter auf der oberen Oker im Harz.
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Das Mountain-Rafting befindet sich gut einen halben Kilometer vom Haupteingang des Heideparks entfernt, es besteht aber beim Wildwasser-Deutschlandcup als Ausnahme die Möglichkeit, mit dem Auto auf den hinteren Busparkplatz zu fahren und die Boote zu bestimmten Zeiten durch einen nicht öffentlichen Seiteneingang knapp 100 Meter bis zum künstlichen Wildbach zu tragen.
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Am Rafteinstieg lässt man sich direkt vor dem Wassereinlass der Pumpenanlage mittels Alpinstart in den betonierten Kanal fallen und los geht die Wildwassertour.
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Gleich nach dem Start geht es mit zügiger Strömung und einigen Verschneidungen durch einen Wildwassertunnel.
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Kurz darauf befinden sich einige Stufen, die mehrere kleine Surfwellen bilden, auf denen sich mit dem Spielboot schöne Flatspins und sogar halbhohe Verticalmoves ausführen lassen.
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Auf Loops und Überschläge sollte aber besser verzichtet werden, da der künstliche Wildbach doch recht flach ist und im Flussbett Strömungslenker zur Bildung von Wellen und Walzen verankert sind, die zu unsanften Berührungen und Verletzungen führen können.
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Weiter geht es schnell durch Schwallstrecken mit unregelmässig pulsierenden Wellen, die durch seitliche hydraulische Schieber verursacht werden.
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Hier sind schon Weltmeister unfreiwillig baden gegangen.
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Es folgt die erste Wasserfallwand mit Walze und kleinem Kehrwasser linksufrig.
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Nach weiteren Schwällen mit Wellenschiebern folgt die Durchfahrt durch die „grossen Wasserfälle“:
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Von beiden Seiten stürzen auf einer Länge von gut 50 Metern breite Wasserfälle in den Mountain Rafting River, wodurch das Wasser sehr luftdurchsetzt wird und zusätzlich zu der aufgrund der schnellen Strömung in der langgezogenen Kurve sich bildenden Verschneidung  das Wasser auch noch wenig trägt.
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Spielbootfahrer können Probleme durch unfreiwilliges Absaugen der niedrigvolumigen Bootsspitzen bekommen, aber auch Creekboater wundern sich, wohin ihr Boot plötzlich steuert.
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Nach der Wasserfallstrecke folgen weitere Schwälle mit künstlich produzierten Verschneidungen und noch eine schöne hohe Surfwelle mit rechtsseitigem Kehrwasser,
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bis sich der Mountain Rafting River in der Zielgerade etwas beruhigt und das Wasser auf die Raftliftanlage zufliesst.
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Kajakfahrer biegen kurz vorher rechts ab zu einer überdachten Rampe, wo ein bequemer Ausstieg zum Weg zurück zum Einstieg führt.
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Nach der schon oben beschriebenen Portage kann der Wildwasserspass von neuem beginnen.
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Leider hat dieser künstliche Wildbach für Paddler einen Nachteil: Er ist nur einmal jährlich mit Booten befahrbar, nämlich immer am zweiten Septemberwochenende, wenn im Heidepark-Resort das vom Wildwasserförderclub organisierte und ausgerichtete Sprintrennen der Kanunationalmannschaft im Rahmen des Deutschlandcups auf genau dieser künstlichen Wildwasserbahn ausgetragen wird.
Vorige Beschreibung

Saanen bis Campingplatz bei Château d`OEx

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Brücke D102 – Wehr vor St.Sauveur (Badeplatz

Facts

Land Deutschland
Bundesland Niedersachsen
Ort Einstieg Soltau
Ort Ausstieg Heidepark Soltau
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Offener Wildbach
Schwierigkeiten
(nach Addison)
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