Passerschlucht

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Passer – Passerschlucht

- Die Passer verläuft hier durch eine sehr steile aber sehr eindrucksvolle Klamm. Es werden Stufen von 2-8m geboten, sowie durchgehend WW V.
Die Fahrt beginnt gleich einmal mit einem schönen 5m Hüpfer über eine künstliche Stufe. Nach ein wenig Slalomfahren bei recht wenig Wasser, kommen die ersten zwei schwereren Stellen. Wer hier darüber nachdenkt, ob er fahren soll oder nicht, der sollte die Fahrt gleich wieder abbreche, leichter wird’s mit Sicherheit nicht!
Nach der zweiten Stufe kommt von rechts noch der Pfeldererbach, der die Wassermenge locker verdoppelt.
Etwa 20m weiter geht es gleich weiter mit einem sportlichen Katerakt, der direkt vor einer ehemaligen Geschiebesperre endet. Man kommt sich schon ziemlich klein vor, wenn man durch ein kleines Tor unter einer 20m hohen Betonmauer durchfährt. Mir wurde gesagt, das hier sei der „Point of no return“! Wenn ihr die Geschiebesperre durchfahren habt, gibt’s kein zurück mehr...jetzt müsst ihr durch.
Und schon geht es los mit der ersten Stufe. Diese solltet ihr möglichst mittig mit etwas Schwung boofen und darauf gleich wieder aussteigen um die nächste Stufe anzuschauen, die wir umtragen haben, weil das Wasser komplett unter einen Felsen zieht. Hier kann man mit einem schönen Felsenstart wieder einsteigen.

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Die erste Stufe sollte man sicher boofen - Flo hat's im Griff

Nach wenigen Metern muss man gleich wieder links aussteigen! Diesen Ausstieg sollte man auf keinen Fall verpassen und man sollte einzeln aussteigen. Die Felsen sind sehr rutschig, man kommt sehr schwer raus und 2m weiter geht es eine unfahrbare Rutsche hinunter, die in einem weit unterspülten Gumpen endet, wo sehr unangenehme Strömungen kreisen. Ein Glück, dass hier jemand ein Fixseil installiert hat, somit ist die Umtrage nicht mehr ganz so gefährlich. Jetzt trägt man die Boote noch durch einen großen Siphon und fährt aus diesem unten wieder raus –1m von dem tosenden Rücklauf entfernt- und booft gleich mal wieder eine etwas rückläufige Stufe nach links weg.
Nach diesem Auftakt lassen die Schwierigkeiten auf den nächsten 100m wieder ein wenig nach, bis zum so genannten Wurmkanal. Das ist ein etwa Bootsbreiter Kanal mit etwas Gefälle, bei dem man sich sehr leicht anhauen kann. Die kurze Ausgangsstufe sollte man mit etwas Schwung auf der linken Seite befahren.

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René auf der Ideallinie durch den Wurmkanal

Nach einer weiteren Stufe kommt man zur Bergsturzzone, die man links über das Geröllfeld umtragen muss. Die Ausgangsstufe des Bergsturzes kann man noch fahren und dann muss man schon wieder aussteigen für das absolute Highlight dieser Befahrung! Man geht 5m auf einen Felsriegel hoch und sieht 15m in die Tiefe. Ihr steht nun direkt oberhalb des 8m Falls mit der 2m Eingangsstufe. Hier umträgt man die erste kleine Stufe und setzt vor der 2m Stufe ein, die dann in den 2m breiten Kanal führt, welcher nach 5m dann 8m in die Tiefe stürzt!

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Flo trifft die Eingangsstufe gut... gleich geht's runter

Nach dem Fall hat man genügend Zeit zum aufrollen, der Gumpen ist groß und es strömt nicht all zu stark! Schwimmen sollte man dagegen nicht! Ein rauskommen aus dem Gumpen ist schwer und die folgende Stufe unter Umständen schmerzhaft zu durchschwimmen!

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René im 8m Fall! Paddel zur Seite und nach vorne lehnen - Ab geht's!

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Geschafft - der Tump ist groß. Nur schwimmen sollte man nicht...

Nach dem hohen Fall lassen die Schwierigkeiten nur wenig nach und es folgen noch einige schöne Stufen, die man Großteils anschauen sollte, eine Doppelstufe ganz am Ende ist stark rückläufig und erfordert deshalb eine Absicherung.

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René in der ersten der rückläufigen Stufen

Langsam öffnet sich die Klamm wieder und es folgen noch einige Genusshüpfern, eine Stufe davon steckgefährlich! Nach dieser Stufe wird auch das Bachbett breiter und die Schwierigkeiten lassen sehr nach. Eine genüssliche Slalomfahrt durch kleinere Stufen und um sehr viele Steine lässt diese traumhafte Fahrt ausklingen! Den Ausstieg solle man auf keinen Fall verpassen, danach geht’s einen absoluten unfahrbaren Fall hinunter!!

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Und Nr. 2 der Doppelstufe

Kurzinfo Passerschlucht:
Einstieg: Moos, am E-Werk kurz vor der Mündung des Pfeldererbachs
Ausstieg: An der Holzbrücke, kurz nach dem E-Werk bei Langwies!  Ausstieg vorher anschauen, sollte man nicht verpassen!
Länge: ca. 4 km
Schwierigkeiten: WW V / 4-5 / B-C
Gefahren: Rückläufe, Unterspülungen, Bäume
Pegel: direkt nach der ehemaligen Geschiebebremse, rechts. Wasserstand kann man an den ersten Stufen gut abschätzen!

Text und Bilder: Flo Fischer (www.floob-pictures.de)

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Facts

Land Italien
Ort Einstieg Meran
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Sturzbach Klamm
Schwierigkeiten
(nach Addison)
V|4|B - V|5|C