Obere Rauma - Bjorli bis Brücke ins Brøstdalen

Autor:
0 / 0

Die Obere Rauma

Wir sind von der meist auch als Einstieg beschriebenen, kleinen Haltebucht
ca.1 Km hinter der Ortschaft Bjorli gestartet. An der Einfahrt zur Haltebucht steht ein Wegweiser mit der Aufschrift „Misjonscenter“.


An dieser Stelle ist das Wasser völlig still. Man befindet sich dort zwar noch nicht auf der Rauma, aber wenn man unter der Straße durchpaddelt, hat man sie schnell erreicht.


r1_500

Am Einstieg, nur noch wenige Meter zur Rauma.


Die Rauma schlängelt sich die ersten Meterchen so dahin, bis die erste schwierige Stelle kommt. Hier verengt sich der Fluss und schießt als Rutsche in eine kurze Niederklamm, in der sich eine etwas pulsierende Stufe befindet.

r3_500

Erste schwere Stelle


r4_500

Ausgang aus der Niederklamm

Danach wird sie für kurze Zeit ruhiger, aber die nächste Stufe lässt nicht lange auf sich warten. Wir sind diese Stelle ziemlich weit links gefahren, jedoch ist hier Vorsicht geboten: Ist man zu weit links, heißt es Kopf einziehen!


r5_500

Zweite Stufe

r6_500

 und noch mal !


Bald darauf folgt die erste Brücke, unter der sich eine kleine Stufe befindet, die geradezu einlädt, sich warm zu boofen - könnte später nützlich sein.


r7_500

 Kleine Stufe unter der ersten Raumabrücke

Danach folgt schon die Parkplatzstufe, eine Stufe, die auf mehreren Linien befahren werden kann. Wir sind sie etliche Male gefahren. Am besten ging es direkt in der Mitte. Eine etwas anspruchsvollere Variante ist die Linie ganz rechts, auf der man die Stufe auf einer kleinen Rutsche umfährt.

 

r8_500

  Die Parkplatzstufe ganz rechts

 r9_500

 Die Parkplatzstufe mal in der Mitte gefahren.

Direkt neben der Stufe befindet sich auf der rechten Seite ein schöner Parkplatz mit Bänken, Tischen, Feuerstellen und Toilette. Nur mal so - falls Ihr noch nicht wisst, wo ihr schlafen wollt... .


Aber zurück zur Rauma: Diese teilt sich hier in zwei Arme. Wir sind den linken gefahren. Der rechte ist auch befahrbar, aber wesentlich uninteressanter.

Kurz nach dem Zusammenfluss teilt sich die Rauma erneut. Ab hier muss man öfters runter vom Fluss und das große Besichtigen geht los. Es folgen die sogenannten „little Hukafalls“. Um die erste Stufe zu besichtigen, haben wir in der Mitte auf der kleinen Insel angelegt.
Für die zweite Stufe sollte man nicht auf der Insel anlegen, sondern rechts anlanden, an der Rutsche (die auch eine Super Variante zur ersten Stufe ist) vorbeigehen und sich dann die zweite Stufe samt Anfahrt anschauen.

r10_500

   Die erste Stufe der "little Hukafalls"

 r12_500

Legolas in der ersten Stufe der "little Hukafalls"

r13_500

 Stufe und Rutsche von unten

 r14_500

 Der Fels in der Rutsche

Nun, wie dem auch sei. Fährt man links von der Insel, erwartet einen eine ca. 4-5 m hohe Stufe, die für norwegische Verhältnisse recht eng ist. Rechts von der Insel befindet sich eine schöne Rutsche mit einem großen Fels in der Mitte. Beide Varianten wurden von uns befahren und als „Supi“ empfunden. Wenn man die Rutsche nimmt, sollte man nur aufpassen, dass man an ihrem Ende nicht die Walze der von links kommenden Stufe erwischt.

Wenn man den Eingang in den Katarakt gemeistert hat, bleibt kurz Zeit zum Verschnaufen. Man kann auch links anlanden und sich nun die Anfahrt zur zweiten Stufe und diese selbst anschauen. Die Stufe ist um die 8-9 m hoch und fällt in einen riesigen Pool.


r15_500

Zweite Stufe der "little Hukafalls"
 
Nach dem Pool sollte man bald wieder ans Ufer und sich die nun folgenden drei Rutschen auf einmal ansehen. Die letzte ist so steil, dass sie für mich schon als Stufe durchgeht.


r16_500

Großer Pool nach der hohen Stufe

Die erste Rutsche haben wir von rechts nach links befahren, die zweite ganz links und die steile kann man entweder rechts durch das Hauptwasser nehmen oder links durch den Schlitz umfahren. Aber auch der Schlitz ist nicht ohne. Es gibt bestimmt noch andere Varianten durch die Rutschen, aber die kann sich ja jeder selbst aussuchen.


r17_500

 Die zweite der drei Rutschen ganz links gefahren

 r18_500

 und noch mal !!

Nach den Rutschen teilt sich der Fluss in ein kurzes Labyrinth. Wir sind den mittleren Arm gefahren. Ob die anderen auch befahrbar sind, kann ich nicht sagen. So vom Draufschauen würde ich es schon glauben. Wenn die Arme wieder zusammen fließen, wird der Fluss deutlich einfacher, bis irgendwann die zweite Brücke kommt, die zur Ulvåa führt.

Hier ist der Ausstieg für die obere Rauma. Theoretisch könnte man noch ca. 200 m weiter fahren, bis dann ein total unbefahrbarer Monsterfossen kommt. Die Stufen sind zwar nicht besonders spektakulär, aber die erste direkt unter der Brücke ist rechts ziemlich unterspült, und auch die nächste ist nicht wirklich sauber. Wenn ihr also nach der Brücke noch ein paar Meter paddelt, schaut euch bloß den Ausstieg vorher genau an. Den Fossen zu fahren, ist auf keinen Fall zu empfehlen.

Insgesamt kann man sagen, dass wir für die hier beschriebenen ca. 4 km etwa vier Stunden benötigt haben. Darin sind aber auch mehrfache Befahrungen einzelner Stufen, Photographieren und intensives Anschauen enthalten. Ich denke jedoch, dass es für alle, die den Fluss zum ersten Mal paddeln, eine realistische Zeit ist .

Die Straße führt die ganze Zeit unweit vom Fluss am rechten Ufer entlang, aber sehen tut man sie fast nie. Dies ist auch umgekehrt der Fall. Ist man auf der Strasse, sieht man nur die ruhigen Stellen der Rauma, doch diese Perspektive täuscht!!! 

Den Wasserstand haben wir an der Stufe, die sich auf Höhe des Parkplatzes befindet, abgeschätzt. Ich würde sagen, wir hatten zwischen 10 und 12 m³/sek. Als Anhaltspunkt kann dienen, dass die Stufe gut befahrbar sein sollte, ohne in der Mitte die Felsplatte zu berühren. Falls hier, an dieser relativ breiten Stelle eine zu große Walze entstanden ist, wird der Wasserstand für eine Erstbefahrung schon etwas zu hoch sein. Letztendlich sieht ja jeder selbst, welche Situation vor Ort herrscht.

Zum Schluss kann ich nur sagen: Es hat echt riesig Spaß gemacht, die Rauma zu paddeln, und sie hat jetzt schon einen festen Platz in unserer Urlaubsplanung für 2010.

Text und Fotos:

Legolas

Vorige Beschreibung

Dahlerbrück bis Hagen

Nächste Beschreibung

Jölstravatnet bis Huldrefossen

Facts

Land Norwegen
Ort Einstieg Andalsnes
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Offener Wildbach
Schwierigkeiten
(nach Addison)
IV|1|A - V|3|C