Lindau bis Northeim

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Die Rhume - Paddelstrecke von Lindau nach Northeim

Zum Einstieg in Lindau:
Am Ortseingang Lindau von der Bundesstraße kommend an der Kirche links abbiegen, dann wieder links rein und geradeaus bis an die Rhume fahren. Parken ist vor einem Garten an der Einsatzstelle möglich.

Am Einstieg rauscht es, da dieser sich direkt unterhalb des Wehres in Lindau befindet. Los geht’s mit recht flotter Strömung. Unter der ersten Brücke befindet sich eine Pegelstelle.

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Die Strecke ist landschaftlich anspruchsvoll, sie wechselt zwischen bewaldeten Hängen und Wiesen. Das Ufer der Rhume ist fast überall befestigt und erinnert durch die Holzpalisaden an eine holländische Gracht. Dennoch haben wir trotz der nassen Witterung und des kalten Wassers (die Rhume entspringt einer der größten Karstquellen) unseren Spaß.

Am Anfang der Tour kam das Wasser auch von oben und die Frage nach dem Sinn des Helms beantworteten herunter fallende Eicheln lautstark und eindrucksvoll.

Der Fluss ist merklich ruhiger geworden und wir Paddeln uns im Regen erstmal warm. Die Strömung bringt uns nach Wachenhausen, wo sich die erste kleine Spielstelle befindet.

Zwischen Wachenhausen und Katlenburg teilt sich die Rhume, eigentlich führt die Fahrt dort durch den Mühlengraben, aber der ist, wie schon beim Auto umsetzen festgestellt wurde trocken.

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Wir können also das Wehr mit viel Schwung fahren. Hinter dem Wehr wartet die nächste kalte Dusche, diesmal nicht von oben, sondern durch die Welle hinter dem Wehr mit Rhumewasser.

Wir sind das Wehr auf der rechten Seite gefahren, was sicherlich mehr Spaß macht als in den Mühlengraben zu fahren und dann Boote zu schleppen. Hinter dem Wehr gibt’s noch ein paar nette Schwälle, bis die Einmündung der Oder erfolgt.

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Wir treiben also bei besser werdendem Wetter in Richtung Berka. Als wir unter der Eisenbahnbrücke durchfahren beginnt es zu rauschen.  „Hier ist das Kernstück der Rhume, die drei Sohlgleiten!“ sagt Otti, ich steige aus um Fotos und Filme zu machen.

Während ich mir meinen Weg über die Wiesen bahne, scouten die anderen Drei schon mal ihre Route. Als ich meinen Platz gefunden habe, fährt Otti als Erster und bleibt unten prompt vor einem Stein hängen, kommt aber schnell wieder los und ruft mir, sowie den beiden anderen Paddlern zu aufzupassen und die Route in der Mitte zunehmen.

David fährt als Nächster, er hat keine Probleme mit seinem „Langschiff“.  Marvin, der meinen Cross fährt, ist dran. Er rockt sich runter, hat ne super Route gewählt und trifft das erste Kehrwasser.

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Marvin, der 13-jährige, begräbt alle Hoffungen auf den von seinen Mitpaddlern ersehnten Schwimmer und kommt mit dem Cross super klar! Ich gebe die Kamera an Otti und mache mich auf den Weg zu meinem Cerro, der viel zu weit weg unter der Eisanbahnbrücke liegt. 300 Meter und eine Zigarette später mach ich die Spritzdecke zu und rutsche vom Beton aus ins Wasser.

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Auf der Anfahrt wähle ich die Route „Ab durch die Mitte“, die Fahrt war gut und alle freuen sich auf mehr. Es folgen zwei weitere Schwälle auf den nächsten hundert Metern, beide haben Spaß gemacht, dennoch ist der erste der beste.

Die Strömung lässt nach den Schwällen deutlich nach und man treibt sehr gemütlich an der Einmündung der Söse vorbei in Richtung Elvershausen. In Elvershausen muss man am Wehr links umtragen.

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Wir nutzen den Zwangsausstieg zur Pause. Der Anlegeplatz liegt ca. 50m vor dem Wehr auf der rechten Seite und man kann gleich hinter dem Wehr wieder ins Wasser. Es folgen zwei weitere Steinschüttungen, da wir hinter dem Wehr kaum Wasser haben war besonders die erste eine Quälerei, aber alle schafften es ohne aussteigen zu müssen. Die zweite ging rechts ganz gut, weil die Steine flach und glatt waren, konnten wir drüberrutschen.

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Am Zufluss des Mühlengrabens hat man noch mal sehr schöne Strömung, danach fließt die Rhume eher gemütlich Richtung Northeim und Rhumekanal. Landschaftlich schön aber mühsam zu paddeln, es gibt außer ein paar kleinen und flachen Schwällen kaum noch Strömung.

So geht es dem vorgesehenen Ausstieg am Flugplatz Northeim sehr gemächlich entgegen. Kurz vor dem Ziel machen Otti, Marvin und ich noch ein Paar Landstarts und Otti rollt. Gegenüber eines kleinen künstlichen Abflusses und einem Naturschutzgebiet-Schild ist dann die Fahrt zu Ende.

night

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Facts

Land Deutschland
Ort Einstieg Göttingen
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Offener Wildbach
Schwierigkeiten
(nach Addison)
I|1|A - I+|1|B