Ferreira - Stausee, 28km

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Río Agüeira, Bach zum Playboaten im Westen von Asturien
(Grenze zu Galicien)

Galicien ist inzwischen recht bekannt als super Wildwasserrevier, wenn der nötige Regen fällt. Doch auf dem Weg dorthin kommt man durch Asturien. Auch hier lohnt es sich, einige Bäche zu paddeln. Man muss nur wachsam sein, denn Paddler sind nicht gern gesehen auf den hiesigen Lachsgewässern,. Zumindest bis Mitte März bis zum Beginn der Angelsaison hat man jedoch meist Ruhe.
Die Reise entlang der Küste von Asturien ist schon ein absolutes Highlight, dort sollte man auf jeden Fall an einem der vielen Traumstrände einen Surf-Stop einlegen.
Und ehrlich, die Strände sind sauber, kein Öl der “Prestige” trübt mehr das Surfvergnügen.


Anxo, einer der besten galizischen Surf-Kayaker

Der Río Agüeira bietet sich als Aufwärmstrecke für einen Galicienurlaub an. Direkt an der Grenze Asturien/Galicien (Ría del Eo), geht es nach Süden in Berge und schon nach 50 min. ist man am Einstieg angelangt.


Beim Scouten der oberen Agüeira Schlucht

Der Agüeira bietet 24km unverbautes, durchgehendes WW II+-III, mit einigen IV-er Stellen. Der Bach ist zwar nichts für Adrenalinjunkies, dafür bietet er aber eine grandiose Schlucht. Gerade Asturien und Galicien haben unendlich viele Bäche für den “Otto-Normal”-Paddler.


Gleich nach dem Einstieg gibt´s sportliche Stufen auf dem oberen Agüeira

Den Agüeira kann man in 3 Abschnitte teilen. Der erste 6km lange Abschnitt von Ferreira nach Cova ist zugleich der anspruchsvollste Teil.


Boys of summer bei der Erstbefahrung 2001

Landschaftsliebhaber sollten sich unbedingt Zeit lassen beim Paddeln. Die uralten Eichen- und Kastanienwälder in der Schlucht sind beeindruckend, und bieten einen Gegensatz zu Galicien, denn dort gibt es leider fast nur noch monotone Eukalyptuswälder, die auch mitverantwortlich sind für rasch sinkende Pegel.


Nette Stufe auf dem oberen Abschnitt

Der 2. Abschnitt von Cova bis zur Brücke von Pesoz ist mit zirka 10kmder längste Teil. Er führt durch eine unzugängliche, aber ungefährliche Schlucht. Dieser Teil ist besonders bei sehr hohen Wasserständen einfach nur pures Wildwasservergnügen.


Römerbrücke im 2. Teilabschnitt

Man sollte hier nur auf Baumhindernisse achten, ansonsten ist dieser Abschnitt ungefährlich. Allerdings hat man hier so ein Gefühl, als wäre man das erste menschliche Lebewesen überhaupt an diesem Ort.


Die Schlüsselstelle im 2. Abschnitt

Der dritte und letzte 8km lange Teil des Agüeira von der Brücke von Pesoz ist die Standardstrecke. Hier gibt es bei gutem Wasserstand einige feine Spielstellen und knapp vor Ende der Strecke wartet eine superschnelle Surfwelle.


Carlos auf der Standardstrecke

Die untere Strecke ist zugänglicher und der Bootstransport geht recht schnell. Hier am unteren Agüeira liegt auch die Herberge von Pesoz. Dort gibt es immer wertvolle Infos.


Carlos auf der Welle unterhalb von Pesoz

Kurz nach der letzten Surfwelle mündet der Agüeira in den Stausee des Rio Navia. Hier an der Brücke von Pelorde enden 24 km wunderschönes Wildwasser.


Die Welle von Pelorde

Anmerkungen zum Rio Agüeira:

Der Agüeira ist ein relativ leichter Wildbach im wilden Westen Asturiens, zugänglich auch für “normale” Paddler. Wer ausserdem noch gerne mit dem Mountainbike unterwegs ist, oder unberührte Trekkingtrails liebt, der kommt hier voll auf seine Kosten. Noch warten in Nachbartälern einige Bäche auf ihre Erstbefahrung.
Beste Befahrungszeit: November-April
Länge: 24 km
Schwierigkeiten: WW II+-III, einige IV-er Stellen

Leider ist der Winter 2004/2005 extrem trocken.


Nach der erfolgreichen Erstbefahrung des oberen Agüeira

Fotos: Anxo Augusto, Carlos Ares, Thomas Schmidt

Bericht: Thomas Schmidt

www.ondabrava.com

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Cascada los Alerces - Lago Steffen

Facts

Land Spanien
Ort Einstieg Pelorde
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Offener Wildbach
Schwierigkeiten
(nach Addison)
II|2|B - IV|3|C