Spielstellen auf der Seeve

Autor: Jan-Peter
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Die Seeve - ein "Spielbach" vor den Toren Hamburgs

Luhe, Seeve und Este fließen annähernd parallel durch den Norden der Lüneburger Heide und münden südlich von Hamburg in die Elbe. Allen Bächen gleich ist ihr Charakter: Schnelle Strömung durch Wald und Wiesen, öfters einmal eine verfallene Wehrstufe und im Sommer Horden von Mietbootfahrern und Wanderpaddlern, die für lustige Showeinlagen sorgen. Während an der Luhe die Spielstellen weiter auseinander liegen, dafür aber sportlicher sind (Luhewalze),
lohnt es sich auf der Seeve durchaus, auch einmal eine Strecke mit dem Spielboot zu fahren, um an den verschiedenen Wehren und kleinen Schwällen zu kreuzen.


Nils wheelt vor Jesteburg

Einsteigen kann der Playboater am sinnvollsten an der Strassenbrücke von Wiedenhof, kurz unterhalb der Ortschaft Lüllau bei Buchholz. Schon nach 150 Metern kündigt sich die erste Spielstelle in Form eines verfallenen Wehres an, das gut zum Walzenreiten, Blasten und Eddylinewheelen ist. Mit kurzen Booten hat man am meisten Spaß, da unter Wasser Steine in der Walze liegen. Es folgt ein ruhig fließendes Stück bis zum nächsten Wehr nach ca einem Kilometer, das überraschend rückläufig ist, wenn man sich mutig quer in die Walze hängt. Viel geht hier nicht, da auch in dieser Stufe große Felsbrocken im Unterwasser liegen. Es folgt ein landschaftlich schönes Stück durch Wiesen und Pferdekoppeln, bis der kleine Ort Jesteburg erreicht ist.


Insa am zweiten Wehr hinter Jesteburg

Hier befinden sich in kurzem Abstand eine Schwallstrecke und zwei Wehrrutschen, auf deren kleinen Wellen sogar Spins möglich sind. Nach einem Eisenbahnviadukt mit darunterliegender Schwallstrecke und einer kleinen Stufe wird endlich das früher in Wanderfahrerkreisen berüchtigte Bendestorfer Wehr erreicht. Hatte es früher einen üblen Rücklauf, aus dem ein Schwimmer kaum ohne fremde Hilfe entkommen konnte und das auch schon mehrere Todesopfer forderte, ist es seit einem heftigen Winterhochwasser eingestürzt und bildet seitdem einen wirklich gut für Eddyline-Moves geeigneten Schwall mit nachfolgend zwei Wellen, die sich ganz passabel surfen lassen.

Britta surft die Welle nach dem Eisenbahnviadukt

Nach einem Kilometer nähert sich das Ende der Fahrt mit einer schönen Welle unter dem Restaurant Seeveterrassen, wo man von der Wirtin gerne darauf hingewiesen wird, dass das Befahren der Seeve gegen den Strom auf die Welle verboten sei J.

Britta auf der zweiten Welle nach dem Bendestorfer Wehr

Die ganze Strecke ist ungefähr 5 Kilometer lang und bietet sich auch im Hochsommer als schöne Nachmittagstour an. Anfahrt auf der Autobahn A 7 Hamburg-Hannover, Abfahrt Ramelsloh, Richtung Jesteburg und weiter nach Lüllau. Ausstieg an der Seevebrücke zwischen Ramelsloh und Harmstorf beim Restaurant Seeveterrassen. Nicht direkt auf der Wiese oder auf dem Restaurantparkplatz das Auto abstellen!

PS: Seit Anfang 2006 ist der obere Abschnitt ab Lüllau gesperrt, offizieller Einstieg ist jetzt am Eisenbahnviadukt bei Marxen. Wer sich nicht an das Verbot hält und oberhalb beim Paddeln erwischt wird, sollte genug Kleingeld dabei haben, der Spass kostet bis zu 50.000 Euro Strafe.

Vorige Beschreibung

Ostsee, Rügen, Brandungssurfrevier

Nächste Beschreibung

Westküste Dänemark, Brandungssurfen

Facts

Land Deutschland
Bundesland Niedersachsen
Ort Einstieg Marxen
Ort Ausstieg Ramelsloh
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Offener Wildbach
Niederwasser 40 cm
Mittelwasser 60 cm
Hochwasser 80 cm
Schwierigkeiten
(nach Addison)
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