Abseilstrecke

Autor:
0 / 0

Die Abseilstrecke:
vom Ende der Siphonschlucht bis Kobarid


Die Kobaridklamm von der Napoleonbrücke aus

Diese Strecke hat ihren Namen nicht ganz umsonst, allerdings wurde der namensgebende Teil, nämlich der Weg hinab, mittlerweile begradigt. Mitte der 90er Jahre gab es nur einen schmalen Pfad ohne jegliche Befestigung, und gerade nach Regen empfahl sich das Abseilen, um bei einem Ausrutschen das Abstürzen des Bootes zu vermeiden.
Mittlerweile führt jedoch ein tadelloser Weg die 150 Höhenmeter steil zum Bach bergab. Gedacht ist diese Einstiegstelle für alle diejenigen, die die große Schlucht nicht fahren wollen oder können. Der Parkplatz befindet sich in einer Rechtskurve am Scheitelpunkt der Straße, bevor diese nach Kobarid hinab führt. Der Einstieg zur Strecke lässt sich frei wählen. Man kann kurz vor Erreichen des Flusses einem kleinen Pfad socaaufwärts folgen, bevor der Hauptweg nach rechts führt, um den letzten Katarakt der großen Schlucht mitzunehmen, oder aber auch dem Hauptweg bis zum Fluss folgen. Auch hier kann man wieder wählen, ob man oberhalb des großen Felsen einsteigt und den kleinen Abfall fährt, oder unterhalb im großen Kehrwasser einsetzt. Der Abfall, der unmittelbar hinter dem Kehrwasser wartet hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert und ist leichter geworden. (kein starker Rücklauf unter den unterspülten Felsen mehr).


Nils in der Stufe direkt nach der "Blauen-Lagune". Das rote gezeichnete Kreuz am Bildrand markiert den Siphoneingang, Vorsicht!!!


zwischen den beiden Felsblöcken, Paddler: Hamburger-Unipaddler... bei wenig Wasser.

Auf den folgenden 500 Metern zeigt die Soca noch, was in ihr steckt. Mit deutlichem Gefälle strebt sie dem Ort Kobarid zu. Satte Verschneidungen, Walzen und unübersichtliche Durchfahrten fordern hier den Paddler. In einer langgezogenen Rechts- Links- Rechtskurve geht es bergab. Kurz nach den letzten großen Blöcken im Fluss beruhigt sich dieser.
Zeit zum Verschnaufen, Unterschneiden, Rocksplatten oder auch nur zum Genießern der grandiosen Schluchtlandschaft mit Blick hin bis auf den über 2000m hohen Krn.
Ein von links kommender riesiger Felssturz und drei Felsen, die den Fluss teilen zeigen das nächste schwerere Stück an.


Nils zeigt in der Eingangsstufe des Katarakts was "New-School" bedeutet

Dies ist der "bekannte" Katarakt. Je nach Wasserstand präsentiert sich dieser als technische 3+ Stelle bis zur äußerst wuchtigen 4er Passage. Nicht 100 % ig sichere Fahrer sollten anladen und zumindest kurz besichtigen bzw. Sicherungsposten aufstellen, um lange und heftige Schwimmeinlagen zu vermeiden.


Werner Moser stylt an der Eingangsstufe zum Socakatarakt

Die Einfahrt erfolgt meist rechts. Dann folgen 2 fiese Schrägwalzen, ein stark angespülter Block mitten im Stromzug und noch eine satte Walze. Den Abschluss bildet "DIE" Spielstelle an der Soca, ebenfalls eine satte Walze, die zu einem Cartwheeltango einlädt. Hier findet man meistens genug Playboater, die natürlich auch antreibendes Equipment einsammeln.........


Die Spielwalze am Ende des Katarakts

Deutlich ruhiger strömt der türkise Bach weiter.
Eine durchfahrt zwischen zwei riesigen Felsen am linken Ufer fordert noch Aufmerksamkeit, um nicht zu klemmen. Am Beginn des letzten Drittels liegt ein markanter rötlich-gelber Felsen im Fluß. Dieser wurde durch das Erdbeben abgesprengt und versenkt. Er ist sehr stark unterspült und sollte ganz rechts außen gepaddelt werden. Auch der Abfall links ist bei passendem Wasserstand von sicheren Paddlern fahrbar, take care !
Die restliche Strecke ist nur mehr schön. Unzählige Kehrwässer, Verschneidungen, Rocksplatfelsen, Paddlerherz was willst du mehr. Kurz vor Erreichen des Ortes Kobarid verengt sich das Bachbett noch einmal deutlich. Kalkfelsen streben hoch empor, die Schlucht wird zur Klamm. Bei normalem Mittelwasser ist diese Klamm mehr oder weniger ohne gröbere Schwierigkeiten zu befahren, bei viel Wasser treten starke Press- und Schubwässer auf.
Die ursprüngliche Aussatzstelle unmittelbar nach der Klamm auf der linken Seite wurde ca 300m nach unten auf eine Schotterbank verlegt. Bitte respektiert das, die Kobarider Sheriffs kontrollieren sehr streng, oben geparkte Autos werden mit Krallen versehen, das Auslösen kommt verdammt teuer. Ohne Autos wurde das Aussteigen bis jetzt noch toleriert, allerdings ist es wie gesagt verboten !


Toni in Action


Viel Spaß auf dieser Strecke wünscht euch Team Soulboater,

texted by Toni
© alle Photos by Darko & Toni
demnächst folgen Fotos von Toni bei anständigem Wasserstand. Bitte Geduld!!

weitere Fakten zu dieser Strecke:
Schwierigkeiten: Wildwasser von III-IV+
Besondere Gefahrenstellen: Siphon am oberen der beiden Felsen des Abfalls unterhalb der "blauen Lagune"! mehrere weitere Siphone. Socakatarakt, Am Ausgang des Socakatarakts befindet sich ein Rechen auf der linken Flußseite zwischen Felsen und Ufer!!!
Nervender Faktor wie an der gesamten Soca: Sherrifs, Ranger.
Hier gibt es keine zeitlich begrenzte "Befahrungsregelung".

Vorige Beschreibung

2. Klamm, Ende 1. Socaklamm - Ende 2. Klamm

Nächste Beschreibung

Hotel bis Mündung in den Inn

Facts

Land Slowenien
Bundesland Goriska
Ort Einstieg Oberhalb von Kobarid, blaue Lagune
Ort Ausstieg Kobarid Napoleonbrücke
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Offener Wildbach Klamm
Niederwasser 60
Mittelwasser 90
Hochwasser 140
Schwierigkeiten
(nach Addison)
III|2|B - IV+|4|C