Brücke Taita bis Breimsvatnet bei Re

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Storeelva


Kurzbeschreibung:


Region: Sogn og Fjordan


Einsatz: An der Brücke nach Taita ( Wenn man von Byrkjelo in Richtung Skei fährt die erste Straße rechts.)

Aussatz: Im Breimsvatnet bei Re

Pegel: direkt nach dem ersten schweren Katarakt links, oberhalb der Pegelbrücke.

Länge: ca. 5 km

Charakter: Wuchtige Katarakte mit ruhigeren Zwischenstücken

Schwierigkeiten: WW 4+ (bei viel Wasser 5 -)

Gefahren: Walzen, Rückläufe

Fahrbarkeit: von Frühling bis in den Spätsommer hinein

 

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Es ist der 15.08.2009 und es hat die ganze Nacht in Strömen geregnet. Wir haben mit unserem Wohnmobil  direkt an der Storeelva übernachtet. Entgegen meiner Vermutung ist der Fluss aber trotz des Regens kaum gestiegen.


Das schlechte Wetter ist auch der Grund, warum wir uns heute nur für eine kurze Paddeltour entschieden haben.


Eigentlich fährt man die Storeelva  vom Bergheimsvatnet ca. 7 km weit bis in den Breimsvatnet bei Re. Wir haben die Strecke aber abgekürzt und sind ca. 2 km  unterhalb eingestiegen, direkt bei dem ersten schwereren Katarakt.

Diesen Einstieg findet man wenn man von Byrkjelo in Richtung Skei fährt und nach Byrkjelo die erste Straße rechts rein fährt. Erreicht man eine Brücke über die Storeelva unterhalb eines brodelnden Katarakts und steht unterhalb der Brücke auch noch ein kleines Turbinenhäuschen, ist man richtig.


Direkt oberhalb der Brücke ist auf der linken Flussseite auch der Pegel.

 

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Der Pegel sollte für eine Befahrung eigentlich zwischen 1.40m und 1.80m anzeigen, es kann auch ruhig etwas mehr Wasser sein, dann sollte man aber unbedingt auf Walzen achten.

An diesem Morgen war ich erst mal ziemlich enttäuscht, als ich den Pegel sah, nur ca. 1.30m.


Da aber der 1. Katarakt mich echt lockte, entschieden wir uns dann zum Glück doch für eine Befahrung, dafür sollten wir später noch belohnt werden.

 

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Der erste Katarakt kann entweder ganz rechts über 3 Stufen befahren werden, in der Hauptströmung in der man ein super Prallwasser absurfen muss oder auf der Chickenline von rechts anfahren, links am Prallpolster vorbei und dann die ca. 1.5 m hohen Stufe runter.


Da wir erst hier eingestiegen sind, haben wir den Katarakt natürlich von unten besichtigt, ist man aber oberhalb los gefahren kann man vor dem Katarakt rechts aussteigen und sich eine Route aussuchen. Auch umtragen kann man den Katarakt auf der rechten Seite ohne Probleme. Man kann dann entweder unter der Brücke oder bei dem Turbinenhäuschen  wieder einsetzen.

 

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Danach fließt die Storeelva ruhig vor sich hin, bis von rechts auf Höhe Byrkjelo ein weiterer Fluss Wasser bringt.

 

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In unserem Fall brachte dieser Fluss eine Menge Wasser, eigentlich mehr als die Storeelva führte. Wie viel Wasser der Fluss mit sich brachte sahen wir aber erst im letzten Katarakt, erst da konnten wir die Wassermenge anhand des linken Kanals bewerten.

Nur einige Meter weiter und es folgt der nächste schwere Katarakt, wir sind links davor angelandet und haben ihn auch auf der linken Seite besichtigt und schließlich auch befahren.


Achtung: Der Katarakt ist nicht besonders lang aber an seinem Ende befindet sich eine mächtige Walze, auf die man direkt zu getrieben wird. Die Walze wird in der Regel rechts oder links umfahren sollte aber auf jeden Fall gesichert werden .Wem die ganze Sache zu schwierig erscheint, kann diese Stelle mit nur ganz wenig Aufwand links umtragen.

Nach dieser zweiten schweren Stelle kommt erst einmal wieder etwas Fließstrecke bis dann der dritte schwere Katarakt folgt. Wir haben ihn rechts besichtigt und in der Mitte befahren. Auf der rechten Seite ist eine Befahrung nicht empfehlenswert.


Wer die Stelle aber zum ersten Mal fährt, sollte links anlanden und vorbesichtigen, da hier gegebenenfalls problemlos umtragen werden kann. Dies ist auf der rechten Seite zwar auch möglich, aber auf Grund einer Böschung doch ein schönes Stück Arbeit.

Kurz darauf folgt ein altes Wehr, das aber noch völlig intakt ist. Dies muss auch wieder auf der linken Seite besichtigt werden. Wir konnten hier super anlegen und besichtigen. Das Wehr kann befahren werden, man kann über die Krone wunderbar ins Kehrwasser springen. Aber auch hier ist auf Grund eines Rücklaufs ein Sichern unerlässlich. Die Fischtreppe auf der linken Seite ist  keine gute Idee.
Und klar, es kann wieder ohne Probleme links umtragen werden.

Das Wasser stieg jetzt immer mehr und der Fluss wurde schneller und schneller. Es kommen jetzt schöne Wellenzüge und der Fluss durchfließt eine kleine grüne Schlucht.
Sieht man eine Brücke kommt der letzte schwere Katarakt. Wir sind vor der Brücke mal wieder links ausgestiegen und haben die Stelle vom Ufer aus und von der Brücke aus besichtigt.

 

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Erst jetzt wurde uns klar, wieviel Wasser wir eigentlich haben, obwohl der Pegel am Anfang unserer Tour nur 1.30 m zeigte.

Der vierte und letzte schwere Katarakt besteht nämlich aus einer Insel, die man bei mäßigen Wasserständen rechts durch den Katarakt umfährt.

Es heißt, dass man bei Pegelständen über 1.80 m und Hochwasser hier auch links um die Insel fahren kann. In unserem Fall ist es eine Leichtigkeit gewesen links zu fahren, so viel Wasser  hatten wir.

Die rechte Route war enorm wuchtig, aber super. Der Fluss fließt hier in einer leichten Linkskurve um das Inselchen, das Wasser zieht dabei ziemlich  in die Außenkurve in Felsen, also aufpassen!!

Weiter lauert ungefähr in der Mitte eine Walze, die aber in unserem Fall nicht gehalten hat.

 

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Nach dieser Stelle folgen bis in den Breimsvatnet endlose Wellenzüge, die Schwierigkeiten nehmen aber deutlich ab.

Hat man den See erreicht, muss man noch ein kleines Stück nach rechts über den See paddeln, bis man zu einer Slipanlage bzw. zu einem kleinen Hafen kommt.


Die Storeelva war eigentlich nicht kalt, aber wenn man in den Breimsvatnet einfährt kommt es einem vor als wenn man in eine Badewanne fährt, so warm erscheint einem das Wasser.


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Fazit:

Insgesamt muss ich sagen, dass die Storeelva mehr ein Wuchtwasserfluss ist als, dass er mit starken Verblockungen aufweisen kann.

Der Teil, den wir gefahren sind, besteht im wesentlichen aus 4 schweren Katarakten und einem Wehr.

Alle Stellen sind leicht zu erkennen, zu besichtigen und gegebenenfalls auch immer leicht zu umtragen, vorausgesetzt man befindet sich auf der richtigen Flussseite.

Die Katarakte liegen je nach Wasserstand zwischen WW 4 und 5. Zwischen den einzelnen Katarakten wird das Wasser immer wieder etwas ruhiger, so dass man Zeit zum Ausruhen oder eventuell auch zum Einsammeln der Ausrüstung hat. Nur nach dem letztem folgt eine anhaltende Schwallstrecke. 

Bilder und Beschreibung: Legolas

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Facts

Land Norwegen
Ort Einstieg Bergen
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Wuchtwasser
Niederwasser 130
Mittelwasser 180
Hochwasser 220
Schwierigkeiten
(nach Addison)
IV+|1|B - V-|2|B