Schlucht

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Urula – Wildwasser nordwestlich von Oslo
von Ferry Wagenvoort

English Version

Lage: Die Urula fließt 50 Kilometer nördlich von Hönefoss am Fuße des Heddalsfjellet.
Strecke: Sie entsteht aus dem Zusammenfluß von Aurdöla und Heddalselv in Heddalen. Den Einstieg erreicht man auf der Straße E6 Richtung Nes in Adal, linksseitig von Heddalen direkt nach der Brücke. Nach ungefähr 10 Kilometern befindet sich eine Hängebrücke, dort ist der Ausstieg.


Ferry auf einer Rutsche


Morten

Flußcharakter: Der Bach fließt abwechselnd durch offenes und schluchtartiges Gelände, die Strasse ist aber immer in der Nähe. Blockstrecken, Naturrutschen, Abfälle und Flachstrecken wechseln sich ab.Die Urula hat im Sommer in der Regel einen sehr niedrigen Wasserstand, aber nach 2-3 Regentagen wird sie auch sehr schnell befahrbar. Bei einem Pegel von 210,20 bis 219,95 liegen die Schwierigkeiten bei WW IV, über 220,20 wird es deutlich schwerer. Eine Stelle ist dann möglicherweise stark unterspült. Wasserstände können auf norwegisch unter der Telefonnummer 32112095,4,1 von einem Anrufbeantworter abgefragt werden.


Ferry


Morten & Matt aus Norwegen

Die Urula beginnt leicht im Kiesbett, aber schon nach 500 Metern kommt man zur ersten Rutsche, dem Svalbergfossen. Er kann leicht von der linken Seite aus besichtigt werden. Es gibt mehrere mögliche Fahrtrouten, bei niedrigem Wasserstand geht es am besten auf der rechten Flußseite.


Beim Besichtigen

Nach diesem Abfall verengt sich der Fluß und die nächste schwierige Stelle beginnt in einer Rechtskurve, die Einfahrt in den Urula-Canyon. Nur vereinzelte Kehrwasser und reißende Strömung verlangen schnelle Reaktionen, es geht durch einige heftige Rückläufe und danach um eine markante Linkskurve. Bei einem Pegel über 219,60 folgen im nächsten Abschnitt mehrere Abfälle, die bei schneller Strömung ohne Ruhepause ineinander übergehen.

Nachdem die Schwierigkeiten auf einem Zwischenstück wieder etwas nachgelassen haben, sollte unbedingt angehalten und besichtigt werden: Jetzt beginnt die eigentliche Schlucht der Urula, auf der linken Flußseite wird das Ufer steil und eng.Hier muß unbedingt am rechten Ufer ausgestiegen und die nachfolgende Strecke besichtigt werden, Vorsicht, es gibt nur ein einziges Kehrwasser! Es kann dann auch gleich rechts umtragen werden, wenn man sich die jetzt beginnende sehr schwere Schluchteinfahrt nicht zutraut.

Der Eingang ist eine Serie von Abfällen, an die sich eine heftige Stufe mit starkem Rücklauf anschließt. Der Endabfall kann von hoch oben von einer Felsmauer aus rechtsufrig gesichert werden. Kurz danach folgt eine hohe Rutsche, bei der das fallende Wasser voll in die Wand im Unterwasser schießt und dann nach rechts abdreht Entweder man hat bei der Befahrung viel Speed und booft oder man schwimmt...

Die Schlucht öffnet sich jetzt wieder, es folgt leichtere Verblockung mit kleinen Abfällen.

Sobald eine Brücke in Sicht kommt, sollte man unbedingt aussteigen und auf der rechten Seite besichtigen: Der folgende Abfall ist je nach Wasserstand auf der linken Seite stark unterspült. Befahren lässt sich die Stelle am besten auf der rechten Flußseite über eine Doppelstufe. Auch die nächste schwere Stelle kurz vor der Brücke sollte unbedingt besichtigt werden, um die beste Durchfahrt zu erkennen.

100 Meter nach der Brücke kommt dann schließlich die Kernstelle der Urula, der höchste und auch schwerste Abfall der Strecke, unbedingt besichtigen!! Auf der rechten Seite gibt es einen Chickenrun, aber auch dort sind Kehrwasser Mangelware. Die Stelle kann zum Glück von beiden Uferseiten aus perfekt abgesichert werden.


Morten

Nach dieser Kernstelle wird die Urula deutlich leichter, es folgen aber noch viele Rutschen im offener werdenden Flußbett. Nach ungefähr 5 Kilometern kommt noch eine Umtragestelle, am besten rechtsufrig puckeln. Das ganze Wasser fällt an dieser Stelle in eine künstliche Ableitung. Und dann gibt es noch eine schöne Überraschung in Form einer Rutsche kurz vor der Ausstiegsbrücke ;-)

Der Ausstieg befindet sich dann auf der linken Seite vor eben dieser Brücke.

Originaltext: Ferry
Bilder: Matt, Morten, Ferry.

Übersetzung: Jan-Peter

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Facts

Land Norwegen
Ort Einstieg Honefoss
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Wuchtwasser Offener Wildbach Klamm
Schwierigkeiten
(nach Addison)
III|2|B - IV+|3|C