Oberster bis Unterster Var

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Var

Dem Var beziehungsweise seiner großen Schlucht sind wohl schon etliche Paddlerherzen zum Opfer gefallen. Extrem steile, teilweise senkrechte Felswände, die hunderte Meter hoch aufragen, südamerikanisches Ambiente, ein herrlicher Bach, was braucht man mehr...?


Die tief eingeschnittene Varschlucht

Oberster Var
: Einsetzen nach den Abbrüchen bei der Pont san Roch ( D 902 ) Auf den ersten paar hundert Metern sehr wuchtig, extrem steil, WW V, danach auf den folgenden Kilometern WW IV, wenig deutliche Kehrwässer, sehr schnell. Achtung beim Strassen "S" von Entraune, hier ist eine satter V er Stelle, besichtigen!!.

Oberer Var
: Einstieg bei einer Brücke kurz vor St. Martin. Auf den folgenden 10 km verläuft der Ver meist mit äußerst schneller Strömung durch ein offenes Kiesbett. Das Wasser ist wuchtig, aber oft nur 30 - 40cm tief. Gefahren lauern durch größere, knapp überspülte Steine! Auf dem Weg nach Guillaumes durchquert man noch 2 kleinere Schluchten (Prallwässer ! ) Die ganze Strecke bewegt sich im WW - Bereich III (+). Die Ortsdurchfahrt von Guillaumes selbst sollte bei der Anfahrt besichtigt werden, hier liegen einige große Blöcke im Bachbett, die nicht nur für nette Löcher sorgen, sondern auch ganz gerne Bäume festhalten. (WW III-IV)


Var, Guillaumes

Schluchtstrecke: Der wohl schönste und bekannteste Teil des Var. Einsatzstelle ist die Brücke von Roberts ( N202) oder irgend eine Stelle unterhalb des Dorfes Guillaumes, da die Straße hier direkt neben dem Fluss verläuft. Nach den ersten paar hundert Metern auf WW II gräbt sich der Var tief in den Gebirgszug ein. Die Wände rücken eng zusammen. Der Var macht eine Rechts - Links - Rechtskurve, bei etwas niedrigem Wasser durchaus technischer (WW III+). Hoch über dem Kopf überspannt eine Brücke die Klamm. ( bungee jump !!!!! ) Die Schlucht selber bietet bei Mittelwasser moderate Schwierigkeiten, bei Niederwasser ist sie auch für Anfänger geeignet. Bei Hochwasser wird sie sehr wuchtig, unfahrbare Wasserstände sind zumindest mir nicht bekannt. Nach zirka der Hälfte der Strecke befindet sich auf der linken Seite der Mündungswasserfall der Clue de Amen. Diese Stelle bietet sich als Jausenplatz geradezu an. Fast noch wilder und höher ist das letzte Stück der Schlucht.
Am Ende der Schlucht unterquert man eine alte Behelfsbrücke. Kurz danach kann man bei Dalois die Fahrt beenden. Hier befindet sich auch ein guter ( und derzeit noch tolerierter ) "wilder" Campground.
Die Fahrt kann auch noch bis zu den Campingplätzen fortgesetzt werden uns führt hier durch ein riesiges offenes Flussbett, eines der letzten naturbelassenen in Europa.

Unterer Var
: Im breiten Bett strömt der Var dem Meer entgegen. Markant ist der Durchbruch kurz vor der Mündung des Coulomp. Das Wehr bei km 43 haben wir nicht gefunden. Unter der Brücke vor dem ersten Campingplatz und direkt bei Entrevaux befinden sich bei Hochwasser links starke Prallwasser mit heftig pulsierenden Kehrwässern, scharf rechts innen fahren. Die folgenden 20km WW I-II haben den selben Charakter. Zirka 1 km nach der Eisenbahn- und der Straßenbrücke folgt eine weitere Schlucht, die Gorges de Ciaudan, keine nennenswerten Schwierigkeiten. Es folgt der Zufluss des Kraftwerkes und danach die Mündung der Tinee. Kurz nach der kommenden Brücke befindet sich ein Wehr mit Wasserableitung, Besichtigung unbedingt erforderlich. Die folgende Gorge de la Mascala ist ebenfalls sehr schön. Kurz nach der Mündung des Esteron weitet sich das Tal. Die Industrialisierung nimmt zu, es ist an der Zeit sich einen Aussetzpunkt zu suchen.

Toni
© Text & Bilder Toni, Soulboater.com 2002

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Facts

Land Frankreich
Ort Einstieg Nizza
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Offener Wildbach Klamm
Schwierigkeiten
(nach Addison)
II|2|A - V|3|C