Pericnik-Wasserfall bis Mojstrana

Autor:
0 / 0

Vrata Bistrica – Downhill im steinigen Flussbett

 -Die Bäche Sloweniens auf der Südseite der Karawanken haben meistens eines gemeinsam: Nicht von Gletscherwasser gespeist ist ihre Befahrung am besten nach starken Regenfällen, will man nicht zum Kiesbankrutscher werden.

Auch die Vrata Bistrica bildet dabei keine Ausnahme: Sie ist am besten und das auch nur für kurze Zeit mit Spass und ausreichendem Pegel befahrbar, wenn es mindestens 24 Stunden durchgeregnet hat. Wenn aber wieder die Sonne scheint, finden sich Landschaft und der munter abwärts plätschernde Wildbach mit seinem türkis leuchtenden Wasser zu einem Naturerlebnis zusammen, das in den nördlichen Alpen sehr selten zu finden ist.

vrata1_500

Den Einstieg erreicht man auf einer Sand- und Schotterstrasse ungefähr 5 Kilometer oberhalb des kleinen Örtchens Mojstrana. Die Zufahrt zur Vrata ist leicht zu finden: Einfach aus dem Karawankentunnel raus und an der  folgenden Autobahnabfahrt die Wurzener Save (auch Sava Dolinka genannt) wenige Kilometer bis Mojstrana aufwärts fahren. In diesem Ort geht es dann immer das Vratatal aufwärts.

vrata2_500

Sehenswert schon bevor man in die Boote steigt ist der Pericnik-Wasserfall, der orographisch links der Vrata zu einigem Zuschusswasser verhilft. Wen ein paar Wasserspritzer nicht stören, kann hinter dem Wasserfall hindurchgehen, ein Erlebnis der ganz besonderen Art auch für die Begleiter und Shuttlebunnies jeglicher Coleur.

vrata3_500

Die Vrata ist kein Spielbach, es geht weitgehend kehrwasserlos immer schnell und steinig hinab, gleich nach dem Wasserfall sollte ein steileres Stück im oberen 3. Schwierigkeitsgrad bei der persönlichen Erstfahrt besser besichtigt werden, ansonsten ist der Rest bis zu einem recht hohen und steilen Schrägwehr vor einem Steg gut auf Sicht fahrbar, wenn man reaktionsschnell genug ist, um vor Bäumen und anderen natürlichen Hindernissen noch anhalten zu können.

vrata4_500

Direkt an dem genannten Wehr befindet sich linksufrig ein kleiner Parkplatz mit Raum für 3 – 4 Fahrzeuge, es empfiehlt sich, die Fahrt hier zu beenden oder den „Downhill“ gleich noch mal zu paddeln, es folgen auf der weiteren Strecke einige unangenehme Wehre im teilweise kanalisierten Fluss, mit anderen Worten, es lohnt nicht mehr weiter zu fahren.

Jan-Peter

Vorige Beschreibung

Schlossabschnitt, Gissen und Lido

Nächste Beschreibung

Härjedalen Runs

Facts

Land Slowenien
Ort Einstieg Bled
Ort Ausstieg
Klassifizierung Wildwasser
Kategorie Offener Wildbach
Schwierigkeiten
(nach Addison)
II|1|B - III+|1|B