Wellen beim Campingplatz Sobec

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 After-Work-Surf: Die Wellen der Wurzener Save bei Bled

 - Slowenien hat neben schönen Wildflüssen südlich der Karawanken auch mehrere Playspots zu bieten. Neben der bekannten Slalomstrecke in Tacen nahe der slowenischen Hauptstadt Ljubljana (Laibach), auf der gerade die Slowenischen Rodeomeisterschaften veranstaltet wurden, gibt es auch einige Playspots, die nicht gerade weltmeisterliches Niveau haben, für eine nette Surfsession oder ein paar Feierabendmoves aber gut zu gebrauchen sind.

Einer davon befindet sich direkt an dem für Touren auf den verschiedenen Saven zentral gelegenen Campingplatz Sobec.

Es handelt sich um 3 Einzelstellen:

Die erste brechende Welle an einem verfallenen Blockwurfwehr befindet sich einige Meter oberhalb einer kleinen Brücke und eignet sich besonders gut für kurze Rodeoboote zum Blunten und Spinnen.

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Längere Funcruiser spitzeln hier leicht ein und werden dann prompt rausgespült. Da es kein richtiges Kehrwasser gibt, sollte man ein längeres Seil am Ufer befestigen, um sich wieder hochziehen zu können oder eine aufmerksame Landmannschaft mit keiner Abneigung gegen nasse Füsse haben.

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Unter der direkt folgenden Brücke befinden sich hinter den durch Pfeiler getrennten Durchfahrten mehrere leicht surfbare Miniwellen, die zwar wenig spektakulär sind, für Anfänger aber schon ein gewisses Bootsgefühl erfordern.

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Die dritte Welle folgt dann kurz darauf. Eine weitere Blockstufe, in der an den Rändern Eisenträger herausschauen, bildet im Hauptwasser eine schöne langgezogene Welle, die sich sehr gut zum Meilensurfen und Carven eignet. Hier sind längere Spielboote wie Rage oder Inazone gegenüber 2-Meter-Stummeln eindeutig im Vorteil, was den Fahrspass angeht. Denn es gilt auch hier immer noch die alte Bootsbauerregel, die da heißt: Länge läuft!

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Direkt neben den Wellen befindet sich der Teil des Zeltplatzes, der bevorzugt für Kajakgruppen vorgesehen ist, so dass sich dieser Playspot ganz ausgezeichnet für Feierabendsurfsessions nach getaner Arbeit auf den schwereren Bächen der Umgebung anbietet.

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Da sich einige Kilometer oberhalb ein Staudamm befindet, von dem aus der Wasserdurchfluß der Wurzener Save geregelt wird, sollte man sich jedoch nicht wundern, wenn die Wellen abends plötzlich deutlich kleiner werden und einige Eisenträger mehr aus dem Wasser schauen: Das ist ganz normal und hängt mit der ökonomisch optimierten Energiegewinnung aus Wasserkraft zusammen. Keine Sorge: Am nächsten Morgen läuft garantiert wieder mehr Nass die Save hinunter.

Jan-Peter

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Weiße Schlucht

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Facts

Land Slowenien
Ort Einstieg Bled
Ort Ausstieg
Klassifizierung Playspot
Kategorie Welle
Schwierigkeiten
(nach Addison)
I|1|A - II|1|A